Zusammenfassung Die Forschung zur britischen Rezeption des italienischen Künstlers Giottos (ca. 1267–1337) im neunzehnten Jahrhundert konzentriert sich meist auf seine bedeutenden Werke in Italien. Dieser Artikel lenkt die Aufmerksamkeit auf Objekte in britischen Sammlungen, die im neunzehnten Jahrhundert Giotto zugeschrieben wurden und heute anderen Künstlern zugeordnet sind. Indem er sich auf eines dieser sogenannten ‚Giottos‘ konzentriert, das bei der Ausstellung der Kunstschätze in Manchester 1857 prominent ausgestellt wurde – die Krönung der Jungfrau, die jetzt Lorenzo Monaco (ca. 1370–ca. 1425) zugeschrieben wird – argumentiert dieser Beitrag, dass seine symbolische, dialogische Funktion bei der Ausstellung von seiner Fehlzuschreibung an Giotto abhing. Durch die Umkehrung des gewohnten Schwerpunkts auf autoriale Authentizität zeigt dieser Artikel die Bedeutung von Fehlzuschreibungen für die Beobachtung ästhetischer Vorurteile, die Bewertung kunsthistorischen Wissens und das Verständnis sozialer und politischer Ideologien auf.
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Katharine Ault
Journal of the History of Collections
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Katharine Ault (Do,) untersuchte diese Frage.
www.synapsesocial.com/papers/69df2b04e4eeef8a2a6aff24 — DOI: https://doi.org/10.1093/jhc/fhaf044
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