Zusammenfassung Das Verbrennen reduzierte Actinobacteriota und Firmicutes, erhöhte jedoch Proteobacteria. Die Rhizosphären-Netzwerke waren dichter, aber das Verbrennen reduzierte deren generelle Konnektivität. Verbrannter Stroh erhöhte sowohl Spezialisten- als auch Generalistentaxa, besonders in der Rhizosphäre. Die Strohbewirtschaftung beeinflusst signifikant die mikrobielle Dynamik im Boden und prägt Biodiversität sowie Resistenz in Agrarökosystemen. Diese Studie untersuchte, wie unterschiedliche Strohverwaltungspraktiken bakterielle Gemeinschaften und deren ökologische Interaktionen im Bulkboden und in der Zuckerrohr-Rhizosphäre beeinflussen. Die Untersuchung wurde auf einem Oxisol mit einem Split-Plot-Design mit zwei Strohverwaltungsbehandlungen (verbrannt und unverbrannt) sowie zwei Bodenkompartimenten (Bulkboden und Rhizosphäre) durchgeführt. Bakterielle Gemeinschaften wurden mittels 16S rRNA-Gen-Sequenzierung charakterisiert, anschließend wurden Diversitätsanalysen, Ko-Vorkommensnetzwerke und Nischenbelegung ausgewertet. Die Rhizosphäre zeigte konstant eine höhere bakterielle Artenvielfalt und Diversität, unabhängig vom Strohverfahren. Verbrannter Stroh reduzierte die relative Häufigkeit von Actinobacteriota (ca. 52 %) und Firmicutes (ca. 53 %), erhöhte jedoch Proteobacteria (ca. 65 %) im Bulkboden, während die bakterielle Gemeinschaft der Rhizosphäre stabil blieb. Die Netzwerk-Analyse zeigte eine höhere Vernetzung und Modularität in der Rhizosphäre, während verbrannter Stroh negative Korrelationen erhöhte und die mikrobielle Komplexität im Bulkboden reduzierte. Die Analyse der Nischenbelegung zeigte einen höheren Anteil an Spezialistentaxa in der Rhizosphäre, besonders unter verbranntem Stroh. Insgesamt zeigte die Zuckerrohr-Rhizosphäre eine hohe mikrobielle Resistenz gegenüber Strohverbrennen. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung nachhaltiger Strohverwaltung zum Erhalt der Bodendiversität und zur Aufrechterhaltung ökologischer Stabilität in tropischen Anbausystemen.
Leite et al. (Mon,) untersuchten diese Fragestellung.