Zusammenfassung Es gibt auffällige Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen soziodemografischen Gruppen in den Vereinigten Staaten, die durch strukturelle Kräfte wie Rassismus, Klassenungleichheit und politische Rahmenbedingungen geprägt sind. Inwieweit strukturieren — oder strukturieren nicht — soziodemografische Merkmale die individuellen Lebensspannen? Anhand von US-Volkszählungsdaten, die mit Verwaltungstodesaufzeichnungen verknüpft sind, bewerten wir, wie gut soziale, wirtschaftliche und demografische Merkmale im frühen Erwachsenenalter die individuelle Lebensspanne bei einer Kohorte von Männern, geboren 1910 und beobachtet bis zu ihrem Tod zwischen 1975 und 2005 (N = 121.000), vorhersagen. Trotz großer Unterschiede auf Gruppenebene stellen wir fest, dass die im frühen Erwachsenenalter gemessenen soziodemografischen Merkmale weniger als zwei Prozent der gesamten Variation der individuellen Lebensspanne erklären. Diese Ergebnisse bestätigen eine zentrale demografische Regelmäßigkeit: Die Varianz in der Lebenserwartung zwischen Gruppen ist im Vergleich zur Variation der Lebensspanne innerhalb von Gruppen gering. Dies unterstreicht die grundsätzlich nondeterministische Natur der Auswirkung struktureller Ungleichheit auf die individuelle Mortalität.
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Casey F. Breen
Nathan Seltzer
Population and Development Review
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Breen et al. (Mon,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69df2bece4eeef8a2a6b0cf9 — DOI: https://doi.org/10.1111/padr.70065