ZUSAMMENFASSUNG Hintergrund Methämoglobinämie ist eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, die durch eine verringerte Sauerstoffversorgung aufgrund der Oxidation von Hämoglobin zu seiner ferrischen Form gekennzeichnet ist. Obwohl sie häufig mit Substanzen wie Dapson und Lidocain in Verbindung gebracht wird, sind nach unserem Kenntnisstand keine früheren Fälle von Methämoglobinämie im Zusammenhang mit Protonenpumpeninhibitoren (PPIs) berichtet worden. Wir berichten über einen Fall einer Methämoglobinämie, die bei einer älteren Patientin vermutlich durch Rabeprazol induziert wurde. Fallbericht Die Patientin war eine 82-jährige Frau, die eine fortschreitende Zyanose entwickelte und erhöhte Methämoglobin (MetHb)-Spiegel zeigte, während sie Rabeprazol einnahm. Ihre MetHb-Spiegel sanken nach Absetzen von Rabeprazol, stiegen jedoch bei Wiedereinführung des Medikaments erneut an. Andere Medikamente und angeborene Ursachen wurden ausgeschlossen, und die erwähnte zeitliche Korrelation deutete auf einen Zusammenhang mit Rabeprazol hin. Schlussfolgerung PPIs können mit Methämoglobinämie in Verbindung stehen, auch wenn anhand eines Einzelfalls keine endgültige Kausalität festgestellt werden kann. Die chemische Struktur von Rabeprazol, insbesondere das Vorhandensein einer Aminogruppe, könnte zu oxidativen Prozessen beitragen. Kliniker sollten PPIs als potenzielle beitragende Ursache bei unerklärlicher Methämoglobinämie in Betracht ziehen und das verdächtige Medikament gegebenenfalls umgehend absetzen.
Building similarity graph...
Analyzing shared references across papers
Loading...
Ryo Kawasaki
Chiaki Toida
Hiroshi Kamijo
Acute Medicine & Surgery
Shinshu University
Building similarity graph...
Analyzing shared references across papers
Loading...
Kawasaki et al. (Do,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69df2bece4eeef8a2a6b0e2f — DOI: https://doi.org/10.1002/ams2.70130
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: