Zusammenfassung Die direkte Aussaat von Reis durch das Säen von trockenen Samen auf trockenen Böden führt oft zu einer schlechten Keimlingsentwicklung aufgrund unregelmäßiger Niederschläge. Eine Anpassung der Aussaatiefe an ein bestimmtes Niederschlagsmuster kann die Keimung von Reis verbessern. Um die Risiken von Ernteausfällen in direkt gesätem Reis zu bewerten, haben wir eine Plattform zur Modellierung und Simulation der Reiskeimung bei unterschiedlichen Aussaatiefen entwickelt. Wir kombinierten das HYDRUS-1D-Bodenmodell, das die Feuchtedynamik des Oberbodens simuliert, mit zwei kürzlich von unserer Forschungsgruppe entwickelten Reiskeimungsmodellen. Die Plattform verwendete 48 Jahre täglicher Wetterdaten (1977–2024) für den Studienstandort als Eingabewerte für das Bodenmodell, um die Bodenfeuchtigkeit und -temperatur in bestimmten Tiefen zu simulieren. Anschließend gaben wir die simulierten Werte und Aussaatiefen in die Keimungsmodelle ein, um die endgültige Keimung und das Keimdatum zu simulieren. Die simulierte Bodenwasserspannung in einer Tiefe von 1 cm zeigte enorme interannuelle Schwankungen und erreichte in trockenen Jahren 10 MPa. Die Simulation zeigte, dass im Vergleich zu einer Aussaatiefe von 1 cm die Tiefen von 4 und 6 cm die Wahrscheinlichkeit eines Ernteausfalls unter regenabhängigen Bedingungen erheblich verringern (von 8% auf zwischen 1% und 2%). Unsere neuartige Plattform für die Risikoabschätzung sollte daher die Verwendung von direkt gesätem Reis in suboptimalen Umgebungen erleichtern. Die Plattform schließt auch eine Wissenslücke für die Simulation der Kulturentwicklungen in direkt gesätem Reis unter zukünftigen Klimaszenarien.
Kanno et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.