Diese Arbeit untersucht den theologischen Status künstlich intelligenter erzeugter religiöser Bildwerke anhand der byzantinischen Ikonentheorie und fragt, ob solche Bilder an den materiellen, frommen und gemeinschaftlichen Definitionen teilnehmen können, die traditionell Ikonen zugeschrieben werden. Die Einordnung der KI erfolgt innerhalb einer intellektuellen Linie, die mit den Ikonoklasmus-Debatten beginnt und dann auf Alan Turings »Computing Machinery and Intelligence« verweist; dieses Projekt bringt zeitgenössische Bildgenerationsmodelle wie DALL·E und Midjourney in den Dialog mit spätantiken und byzantinischen Debatten über Repräsentation, Ähnlichkeit und Vermittlung. Anknüpfend an die Verteidigung der Ikonen als relationale Bilder, die auf die Inkarnation gegründet sind, durch St. Theodor den Studiten, argumentiert diese Arbeit, dass KI-erzeugte Porträts weder im theologischen noch im kunsthistorischen Sinne als Ikonen verstanden werden können. Ikonen beruhen auf einer verkörperten Triade zwischen Schöpfer, Prototyp und verehrender Gemeinschaft, erhalten durch liturgische Praxis, asketische Disziplin und intentionalen Kunsthandwerk. Die Hinzunahme von Aristoteles' Darlegung zur Überlegung verdeutlicht diese Unterscheidung weiter: Algorithmische Produktion fehlt die ethische Handlungsfähigkeit und das zielgerichtete Wählen, die wesensmäßig zur heiligen Bildherstellung gehören. Während sie sich mit den Arbeiten von Robin Cormack, Charles Barber, Bissera V. Petcheva und vielen anderen auseinandersetzt, bekräftigt diese Studie die christologischen Grundlagen der Ikonentheorie und ordnet KI-Bildwerke in zeitgenössische politische Ökonomien von Datenausbeutung, Militarismus und Umweltkosten ein. KI mag versuchen, religiöse Bildwerke zu reproduzieren, aber sie kann keine Objekte echter Verehrung erzeugen.
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Karen Phan
Arts
Yale University
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Karen Phan (Mon,) untersuchte diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69df2c9ee4eeef8a2a6b1ccf — DOI: https://doi.org/10.3390/arts15040076
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