Einleitung: Die Diagnose eines späten intrauterinen Fetalverlusts (IUFD) kann herausfordernd sein, insbesondere bei einem ansonsten komplikationslosen Schwangerschaftsverlauf. Die Identifizierung mütterlicher Risikofaktoren und multifaktorieller Thrombophilie-Muster kann hilfreich sein, um die Ätiologie besser zu verstehen und medizinische Informationen für zukünftige Schwangerschaften bereitzustellen. Fallbericht: Eine 31-jährige Primigravida mit einer Vorgeschichte von polyzystischem Ovarsyndrom (PCOS), Adipositas und Anämie wurde mit Clomifen schwanger und bekam dichorionische-diamniotische Zwillinge. Die Patientin hatte einen spontanen frühen Verlust von Zwilling A in etwa acht Schwangerschaftswochen, der durch Ultraschall als Verschwindendes-Zwillings-Syndrom bestätigt wurde. Der überlebende Fetus (Zwillings B) wies bis zur 33. Woche eine angemessene Entwicklungswachstum auf und war groß für das Gestationsalter (LGA). Bei 34+4 Wochen stellte die Patientin eine Abnahme der fetalen Bewegungen fest, und IUFD wurde bestätigt. Die Plazentapatologie und der fetale Karyotyp waren unauffällig, trotz erheblich abnormer plazentärer Architektur bei der Entbindung. Zwei Monate nach der Entbindung ergaben thrombophilie-Tests eine Mutation des Methylen-Tetrahydrofolat-Reduktase (MTHFR), eine niedrige Protein S-Aktivität und ein niedriges PT/INR, was die Möglichkeit eines subklinischen thrombotischen oder mikrogefäßer Prozess, der zu dem tödlichen Ereignis führte, hervorhob. Fazit: Dieser Fall zeigt die potenzielle Bedeutung von subklinischen hyperkoagulablen oder mikrogefäßer Faktoren bei einem ansonsten unerklärten späten IUFD, insbesondere bei Patienten mit komorbiden Erkrankungen wie PCOS, Adipositas und dem Verschwindenden-Zwillings-Syndrom. Die Berücksichtigung früherer Erkennung und individueller Thrombophilie-Screenings könnte hilfreich sein, um präventive Ansätze in ähnlichen Hochrisikoschwangerschaften zu entwickeln.
Perdomo et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.
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