ZIEL: Gemeinsame Gestaltung, Durchführung und Bewertung eines Workshops zur Suizidprävention mit dem Ziel, Wissen, Fähigkeiten und Selbstvertrauen von Praxis- und Gemeindemitarbeitern im ländlichen Südaustralien zu verbessern. UMFELD: Ein 2,5-stündiger Präsenzworkshop wurde in drei ländlichen Gemeinden auf der Eyre-Halbinsel, Australien, durchgeführt. TEILNEHMER: Siebenundsechzig Personen nahmen am Workshop teil, davon 61 mit vollständigen Vorher-Nachher-Befragungen (91 % Rücklaufquote). Die Teilnehmer umfassten Praxismitarbeiter (n = 27), Mitarbeiter im Bereich psychische Gesundheit oder psychosoziale Unterstützung (n = 18), Gemeindefreiwillige (n = 6), Vertreter des Suizidpräventionsnetzwerks (n = 4) und andere (n = 6). METHODE: Das Workshop-Design orientierte sich an Prinzipien der partizipativen Aktionsforschung und basierte auf dem Double Diamond-Modell. Der Workshop wurde von einer multidisziplinären Beratungsgruppe mitgestaltet, darunter zwei Personen mit eigenen Lebenserfahrungen. Ziel des Workshops war es, Teilnehmenden zu helfen: (1) verbale und nonverbale Warnzeichen suizidaler Gedanken zu erkennen, (2) effektiv zu reagieren und sofortige Unterstützung zu leisten und (3) Personen mit passenden Überweisungsdiensten zu verbinden. Eine gemischte Methoden-Befragung vor und nach dem Workshop bewertete Veränderungen in Vertrauen, Wissen und Fähigkeiten der Teilnehmenden in Bezug auf diese Ziele sowie deren Wahrnehmungen des Workshops. Vor- und Nachantworten wurden mit dem Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test verglichen, Signifikanzniveau p < 0,001. Offene Antworten wurden durch deduktive und induktive Inhaltsanalyse ausgewertet. ERGEBNISSE: Statistisch signifikante Verbesserungen wurden bei allen Bewertungspunkten von vor zu nach dem Workshop festgestellt, mit den größten Zuwächsen beim Erkennen subtiler Verhaltens- oder emotionaler Veränderungen (mittlere Differenz 1,25 Punkte) und beim sicheren Wissen, welche Dienste empfohlen werden sollen (mittlere Differenz 1,28 Punkte). Die Teilnehmenden berichteten zudem über hohe Zufriedenheit (4,6 ± 0,73) und fanden die Inhalte sehr relevant für ihre Aufgaben (4,5 ± 0,78). Besonders wirkungsvoll fanden sie Inhalte zu Überweisungswegen, lokalen Diensten und Strategien im Umgang mit suizidalen Gedanken. Verbesserungen wurden angeregt, darunter vertiefte Behandlung kultursensitiver Ansätze für First Nations Peoples, ausführlichere Diskussionen zu geschlechtsbedingten Unterschieden in Suizidalitätserfahrungen sowie detailliertere Erörterungen spezifischer psychischer Erkrankungen und Selbstfürsorgestrategien für Mitarbeitende. SCHLUSSFOLGERUNG: Der gemeinsam entwickelte Workshop verbesserte wirksam die Fähigkeiten zur Suizidprävention bei Mitarbeitenden im direkten und gemeindenahen Bereich. Sein Erfolg unterstreicht den Wert lokal angepasster, kooperativer Fortbildungen, die gelebte Erfahrung integrieren und auf die spezifischen Bedürfnisse der Gemeinschaft eingehen. Dieses Modell bietet einen skalierbaren Rahmen zur Personalentwicklung in der Suizidprävention.
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Megan Rattray
Elaine Leung
Adrian Waye
Flinders University
South Australian Sardine Industry Association
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Rattray et al. (Mon,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69f5947e71405d493afff3af — DOI: https://doi.org/10.1111/ajr.70200
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