Zusammenfassung Diese Arbeit untersucht den Beteiligungsprozess von Jugendlichen an finanzieller Cyberkriminalität, wobei der Fokus auf bestehenden Verbindungen und Täterkonvergenzkontexten liegt. Basierend auf Interviews mit 25 Experten und der Analyse von fünf Kriminalfällen stellen wir fest, dass bestehende Offline-Verbindungen die entscheidende Rolle spielen, insbesondere für Mitglieder der Kerngruppe und Geldboten. Diese Beständigkeit ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass solche Verbindungen Vertrauen aufbauen, was die wahrgenommenen Risiken bei gemeinsamer Täterschaft verringert. Gleichzeitig scheinen virtuelle Täterkonvergenzkontexte – insbesondere soziale Medienplattformen wie Telegram-Gruppen – an Bedeutung zu gewinnen. Diese virtuellen Kontexte könnten die Eintrittsbarriere für finanzielle Cyberkriminalität senken und es Individuen mit begrenztem Wissen über Cyberkriminalität ermöglichen, sich an illegalen Aktivitäten zu beteiligen. Letztlich könnte diese Entwicklung den Täterpool erweitern und mehr Menschen den Zugang zur cyberkriminellen Welt ermöglichen, was den Bedarf an Interventionen betont. Wir diskutieren theoretische Implikationen, einschließlich der Notwendigkeit, die Konzeptualisierung von Täterkonvergenzkontexten in digitalen Zusammenhängen zu überdenken, sowie praktische Strategien zur Störung der Beteiligung von Jugendlichen an finanzieller Cyberkriminalität.
Loggen et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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