Abstract Hintergrund und Ziele Der ischämische Schlaganfall (IS) ist eine der Hauptursachen für Mortalität und Behinderung weltweit. In dieser Studie wurden geschlechtsspezifische Unterschiede in der kurz- und langfristigen Sterblichkeit nach IS untersucht. Methoden Mortalitätsdaten bei Patienten (n = 78.840, 57,3 % männlich, Abbildung 1) wurden zu 30 Tagen, 1 Jahr, 5 Jahren und 10 Jahren nach Schlaganfall mittels Cox-Regressionsmodellen erfasst, die für demografische und zerebrovaskuläre Risikofaktoren adjustiert wurden. Multivariable Modelle wurden ebenfalls entsprechend angepasst. Interaktionsanalysen wurden durchgeführt, um geschlechtsspezifische Unterschiede in den Effektstärken einzelner Risikofaktoren zu bewerten. Ergebnisse Frauen zeigten in univariaten Modellen ein höheres Sterblichkeitsrisiko nach 30 Tagen, 1 Jahr und 5 Jahren nach IS. Dieser Zusammenhang schwächte sich nach 10 Jahren ab. In multivariablen Modellen war das weibliche Geschlecht mit einem signifikant geringeren Sterblichkeitsrisiko zu allen Zeitpunkten assoziiert: 30 Tage, 1 Jahr, 5 Jahre und 10 Jahre (Abbildung 2). Interaktionsanalysen zeigten signifikante geschlechtsspezifische Unterschiede in der prognostischen Bedeutung mehrerer Risikofaktoren. Eine Vorgeschichte von Vorhofflimmern, ischämischer Herzkrankheit und zunehmendes Alter waren mit einem größeren Anstieg des Sterblichkeitsrisikos bei Frauen im Vergleich zu Männern verbunden, während Diabetes mellitus und Hyperlipidämie ein höheres Sterblichkeitsrisiko bei Männern als bei Frauen bedeuteten (Abbildung 3). Schlussfolgerungen Das weibliche Geschlecht wurde als unabhängiger Faktor für geringere post-Schlaganfall-Sterblichkeit identifiziert. Während traditionelle Risikofaktoren weiterhin starke Prädiktoren für post-Schlaganfall-Sterblichkeit sind, unterscheiden sich deren Auswirkungen je nach Geschlecht, was die Bedeutung geschlechtsspezifischer Überlegungen im post-Schlaganfall-Risikomanagement unterstreicht. Interessenkonflikt Ren Ying Tan: keine Interessenkonflikte. Hao Min Cheo: keine Interessenkonflikte. Hon Jen Wong: keine Interessenkonflikte. Chen Ee Low: keine Interessenkonflikte. Chun En Yau: keine Interessenkonflikte. Bernard PL Chan: keine Interessenkonflikte. Gregory YH Lip: keine Interessenkonflikte. Ching-Hui Sia: keine Interessenkonflikte. Leonard LL Yeo: keine Interessenkonflikte. Benjamin YQ Tan: keine Interessenkonflikte. Abbildung 1 - gehört zu Methoden Abbildung 2 - gehört zu Ergebnissen Abbildung 3 - gehört zu Ergebnissen
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Ren Ying Tan
Hao Min Cheo
Wong Hon Jen
European Stroke Journal
National University of Singapore
University of Liverpool
National University Hospital
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Tan et al. (Fr,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69fd7f3abfa21ec5bbf079f0 — DOI: https://doi.org/10.1093/esj/aakag023.297
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