Zusammenfassung Der Beitrag rekonstruiert positiv erlebte Erschöpfung im Sport als Selbstgefühl: eine präreflexive Weise, in der das Subjekt sich als leibkörperlich konstituiertes Wesen gegeben ist. Um diese paradoxale Lust-in-Unlust-Konstellation begrifflich zu fassen, mache ich Kants Begriff des Lebensgefühls systematisch fruchtbar. Ich argumentiere, dass in der Erschöpfung eine spezifische Modulation des Könnens – vom Ich-kann zum Ich-kann-nicht-mehr – erfahrbar wird, in der der leiblich fundierte Horizont von Möglichkeit und Unmöglichkeit hervortritt. Damit wird sportliche Erschöpfung im formalen Sinn als ästhetisch strukturierte Erfahrung lesbar, die ein besonderes Selbstverhältnis im Vollzug ausbildet, und lässt sich im Kontrast zu flow als Schwelle zwischen Leistungseinbruch und gelingender Stabilisierung bestimmen.
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Thomas Zingelmann (Wed,) studied this question.
www.synapsesocial.com/papers/69fd7f4fbfa21ec5bbf07c8a — DOI: https://doi.org/10.1515/sug-2026-3003
Thomas Zingelmann
Sport und Gesellschaft
Friedrich Schiller University Jena
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