Hintergrund und Ziele Schlaganfälle führen häufig zu persistenten psychologischen und emotionalen Beeinträchtigungen, die die Genesung und Lebensqualität negativ beeinflussen. Kreative Kunsttherapie wurde zunehmend als ergänzender Rehabilitationsansatz untersucht, jedoch bleibt ihre Wirksamkeit bei Schlaganfallpatienten unzureichend verstanden. Ziel dieser systematischen Übersicht war es, die Beweise zu den Auswirkungen von kreativen Kunsttherapieinterventionen in der Schlaganfallrehabilitation zu überprüfen. Methoden Eine systematische Suche in mehreren elektronischen Datenbanken wurde bis Mai 2025 durchgeführt, um Studien zu identifizieren, die kreative Kunsttherapieinterventionen bei Schlaganfallpopulationen untersuchen. Eligible Studiendesigns umfassten randomisierte kontrollierte Studien, nicht-randomisierte kontrollierte Studien und Beobachtungsstudien. Kunsttherapie wurde definiert als ein organisiertes Programm, das von professionellen Therapeuten durchgeführt wurde, in dem die Teilnehmer aktiv am kreativen Prozess der Kunstproduktion beteiligt waren. Interventionen, die ausschließlich auf virtueller Kunst, Musik oder Tanz beruhten, wurden ausgeschlossen. Ergebnisse Fünfzehn Studien mit insgesamt 670 Schlaganfallpatienten erfüllten die Einschlusskriterien, darunter sechs randomisierte kontrollierte Studien, eine Kohortenstudie und acht Pre–Post-Einarmstudien. Vier Studien wurden im Vereinigten Königreich, drei in China und die restlichen Studien wurden jeweils in unterschiedlichen Ländern durchgeführt. Die insgesamt methodische Qualität war moderat. In den Studien waren Kunsttherapieinterventionen mit signifikanten Verbesserungen von Angst, Depression und Lebensqualität verbunden. Alle eingeschlossenen Studien berichteten über positive Ergebnisse nach Teilnahme an Kunsttherapie. Schlussfolgerungen Kreative Kunsttherapie ist mit Verbesserungen der psychologischen Ergebnisse und der Lebensqualität nach einem Schlaganfall verbunden. Trotz der moderaten Qualität unterstützen diese Ergebnisse ihre Rolle als ergänzenden Rehabilitationsansatz und heben die Notwendigkeit größerer randomisierter Studien hervor. Interessenkonflikt Alle Autoren haben nichts zu offenbaren.
Hamad et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.