Key points are not available for this paper at this time.
HINTERGRUND: Schätzungen der ökonomischen Belastung durch Arbeitsunfälle und -krankheiten können politischen Entscheidungsträgern helfen, Prioritäten für arbeitsmedizinische Gesundheits- und Sicherheitspolitiken und Interventionen zu setzen, um begrenzte Ressourcen bestmöglich zuzuweisen. Mehrere Versuche wurden unternommen, diese wirtschaftlichen Belastungen auf nationaler Ebene zu schätzen, aber die meisten enthielten keine umfassende Liste der Kostenkomponenten, und keiner hat versucht, einen standardisierten Ansatz über mehrere Länder hinweg umzusetzen. Ziel unserer Studie ist es, ein Rahmenkonzept zur Schätzung der ökonomischen Belastung durch Arbeitsunfälle und -krankheiten zu entwickeln und es für ausgewählte Länder der Europäischen Union umzusetzen. METHODEN: Wir entwickeln ein Kostenrahmenkonzept basierend auf Inzidenzdaten mit einem Bottom-up-Ansatz, um die gesellschaftliche Belastung durch Arbeitsunfälle und -krankheiten zu schätzen, und setzen es für fünf Länder der Europäischen Union um. Es werden drei breite Kostenkategorien betrachtet – direkte Gesundheitskosten, indirekte Produktivitätskosten und immaterielle gesundheitsbezogene Lebensqualitätskosten. Wir beginnen mit Daten zu neu diagnostizierten Arbeitsunfällen und -krankheiten aus dem Kalenderjahr 2015. Es werden lebenslange Kosten für Fälle aller Kategorien und aller beteiligten Akteure betrachtet. Für Schlüsselparameter wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. ERGEBNISSE: Die indirekten Kosten sind der größte Teil der wirtschaftlichen Belastung, gefolgt von direkten Kosten und immateriellen Kosten. Als Prozentsatz des BIP sind die höchsten Gesamtkosten für Polen (10,4 %), dann Italien (6,7 %), Niederlande (3,6 %), Deutschland (3,3 %) und Finnland (2,7 %). Die Niederlande haben die höchsten Kosten pro Fall (€75.342), dann Italien (€58.411), Deutschland (€44.919), Finnland (€43.069) und Polen (€38.918). Kosten pro erwerbsfähiger Bevölkerung sind am höchsten in Italien (€4.956), danach Niederlande (€2.930), Polen (€2.793), Deutschland (€2.527) und Finnland (€2.331). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Unser Rahmenkonzept dient als Vorlage zur Schätzung der ökonomischen Belastung durch Arbeitsunfälle und -krankheiten in Ländern der Europäischen Union und darüber hinaus. Die Ergebnisse können politischen Entscheidungsträgern helfen, Prioritätenbereiche im Bereich Gesundheit und Sicherheit basierend auf der Größenordnung der Komponenten zu identifizieren, insbesondere wenn diese nach Schlüsselmerkmalen wie Branche, Verletzung/Krankheit, Alter und Geschlecht stratifiziert werden. Fallkostenschätzungen können als Input für die ökonomische Bewertung von Präventionsmaßnahmen dienen. Ländervergleiche bieten Einblicke in die Leistungsfähigkeit von Gesundheits- und Sicherheitssystemen.
Building similarity graph...
Analyzing shared references across papers
Loading...
Emile Tompa
Amirabbas Mofidi
S. van den Heuvel
BMC Public Health
Netherlands Organisation for Applied Scientific Research
Institute for Work & Health
Building similarity graph...
Analyzing shared references across papers
Loading...
Tompa et al. (Mi,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/6a00a19fb124fe581985f948 — DOI: https://doi.org/10.1186/s12889-020-10050-7
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: