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Dieser Artikel untersucht, welche digitalen Kompetenz-Taktiken niederländische Erwachsene mit geringer Literalität anwenden, um ihre geringe Literalität zu umgehen und an der digitalen Gesellschaft teilzunehmen, und welche Folgen dies für ihre sozio-digitalen Ausgrenzung und Inklusion hat. Er trägt zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen der Digitalisierung für Bürger mit geringer Literalität sowie der linguistischen und digitalen Barrieren im Alltag bei. Basierend auf teilnehmenden Beobachtungen und halbstrukturierten Interviews mit geringliteraligen erwachsenen Bürgern in vier Bibliotheken, einem Gemeindezentrum und einer Schule für Erwachsenenbildung ( N = 73), entwickelt dieser Artikel eine Taxonomie von fünf Taktiken, die es geringliteraligen Bürgern ermöglicht, trotz sprachlicher und digitaler Barrieren digital teilzunehmen: (1) informelle Unterstützungsstrukturen, (2) formelle Unterstützungsstrukturen, (3) nichtschriftliche Kommunikation, (4) Übersetzungssoftware und (5) optimale Zeichenerkennung. Wir zeigen, wie diese Taktiken der Aneignung der Möglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und die Nutzung sozialer Netzwerke es niederländischen Bürgern mit geringer Literalität ermöglichen, auf sozial situiertes Weise teilzunehmen, wobei sie soziale Unterstützungsstrukturen und digitale Kompetenzen nutzen, die in Bezug auf „fremde“ Sprachen entwickelt wurden. Folglich widerspricht diese Studie dem Stigma gegenüber solchen marginalisierten Gruppen, von denen oft angenommen wird, sie seien nicht willens oder fähig zur Teilnahme, und stellt sie als nicht anhängend an den dominanten Diskurs der partizipativen Kultur dar. Daher ist der Mehrwert dieser Studie dreifach: (1) Sie stellt die Fähigkeiten geringliteraliger Bürger heraus, die aus sozialem Kapital und verschleiertem sprachlichem Potential stammen, (2) sie macht mehr verborgene alltägliche (digitale) Praktiken marginalisierter Teilgruppen sichtbar mit größerer Distanz zur digitalen Gesellschaft, und (3) sie stellt die gelebten Erfahrungen der Nutzer und ihre (begrenzte) Nutzung von IKT in den Vordergrund sowie wie Taktiken entwickelt und angewendet werden, um sprachliche und/oder digitale Barrieren zu umgehen und damit situiertes Handlungspotential und Problemlösekompetenzen zu zeigen. Wir argumentieren, dass digitale Kompetenzen nicht als Voraussetzung für digitale Teilnahme und Inklusion betrachtet werden sollten, da unsere Ergebnisse zeigen, dass niederländische Bürger mit geringer Literalität eine sehr diverse Gruppe sind, die trotz ihrer geringen (digitalen) Literalität zu Teilhabe fähig ist. Sie tun dies jedoch auf sozial situiertem und nichtschriftlichem Wege, in Übereinstimmung mit ihren digitalen und sprachlichen Fähigkeiten und Barrieren.
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Alexander Smit
Joëlle Swart
Marcel Broersma
New Media & Society
University of Groningen
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Smit et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.
www.synapsesocial.com/papers/6a096a8fb0d552aa8b45abff — DOI: https://doi.org/10.1177/14614448231220383
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