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Plasminogen-Aktivator-Inhibitor 1 (PAI-1), ein SERPIN-Inhibitor, ist hauptsächlich für seine Regulation der Fibrinolyse bekannt. Es ist jedoch inzwischen bekannt, dass dieser Inhibitor in vielen (patho)physiologischen Prozessen fungiert und beiträgt, darunter Entzündung, Wundheilung, Zelladhäsion und Tumorprogression. Diese Übersicht diskutiert die Rollen von PAI-1 in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wobei ein besonderer Fokus auf die Entdeckung dieses Inhibitors in den 1970er Jahren und die anschließende Charakterisierung in Gesundheit und Krankheit gelegt wird. In den letzten Jahrzehnten haben sich verschiedene Funktionen dieses Serpins entfaltet und es wird jetzt als wichtiger Akteur in vielen Krankheitsprozessen angesehen. PAI-1 wird von zahlreichen Zelltypen exprimiert, darunter Megakaryozyten und Thrombozyten, Adipozyten, Endothelzellen, Hepatozyten und glatte Muskelzellen. In der Zirkulation existiert PAI-1 in zwei Pools, innerhalb des Plasmas selbst und in den α-Granula der Thrombozyten. Thrombozyten-PAI-1 wird nach der Aktivierung sekretiert, wobei der Inhibitor auf der aktivierten Thrombozytenmembran verbleibt. Darüber hinaus enthalten diese anukleären Zellen PAI-1-mRNA, um eine de novo-Synthese zu ermöglichen. Abgesehen von der traditionellen Rolle von PAI-1 in der Fibrinolyse wurde auch festgestellt, dass dieses Serpin wichtige Rollen im Metabolischen Syndrom, Fettleibigkeit, Diabetes und jüngst im akuten Atemnotsyndrom, einschließlich der Coronavirus-Krankheit 2019, spielt. Diese Übersicht hebt die Komplexität von PAI-1 hervor und die Notwendigkeit, ein besseres Verständnis darüber zu erlangen, wie dieses komplexe Serpin in (patho)physiologischen Prozessen funktioniert.
Morrow et al. (Donnerstag) haben diese Frage untersucht.