Der Anstieg virtueller Modelle im digitalen Zeitalter stellt eine neue Grenze für die kosmetische Werbung dar. Dennoch bleibt die vergleichende Effektivität von "idealisierten" gegenüber "naturalistischen" Gesichtszügen in diesen Modellen ein Diskussionsthema und ein Entwicklungsbereich. Diese Studie untersucht die Auswirkungen von "idealisierten" und "naturalistischen" Gesichtszügen in virtuellen Modellen auf die kognitiven und affektiven Reaktionen der Verbraucher. Mit Eye-Tracking und einem Strukturmodell analysierten wir die Muster der visuellen Aufmerksamkeit und die Rollen von affektiver Resonanz, Vertrauenswürdigkeit, Gefälligkeit und Kompetenzwahrnehmung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht-homogene oder defekte naturalistische Merkmale die visuelle Aufmerksamkeit und die Kaufabsicht erhöhen, wobei sich die Verbraucher auf Unvollkommenheiten wie Sommersprossen konzentrieren. Im Gegensatz dazu ziehen idealisierte Gesichtszüge hauptsächlich die Aufmerksamkeit auf Bereiche wie die Augen und die Nase. Die Mediationsanalyse zeigt, dass Gefälligkeit und affektive Resonanz die primären Einflussfaktoren auf die Kaufabsicht sind, während die Kompetenzwahrnehmung und Vertrauenswürdigkeit sekundär sind. Dieses Experiment legt nahe, dass Verbraucher soziale-emotionale Verbindungen gegenüber professioneller Autorität priorisieren, wenn sie naturalistische Designs bewerten. Unsere Ergebnisse bieten einen Rahmen für das Design virtueller Modelle, der Marken hilft, Ästhetik mit psychologischer Optimierung in Einklang zu bringen, und Einblicke in das Zusammenspiel zwischen visuellen Reizen und menschlichen kognitiven sowie emotionalen Prozessen bei der Entscheidungsfindung bietet.
Xu et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.