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Aus semantischer Sicht betont „Jing 敬“ eine Haltung des äußeren Respekts und der Einhaltung ritueller Angemessenheit, während „Cheng 诚“ die wahre Übereinstimmung zwischen inneren Einstellungen und äußeren Handlungen bedeutet. Eine Untersuchung von „Jing“ und „Cheng“ in den Analekten, dem Großen Lernen, der Lehre der Mitte und den Werken von Mencius aus linguistischer Perspektive offenbart Folgendes: Im ethischen System der Analekten repräsentiert „Jing“ eine Haltung gegenüber anderen, während „Cheng“ selten erwähnt wird, wobei die persönliche Moral in der sozialen Ordnung verankert ist; im Großen Lernen und der Lehre der Mitte wird „Jing“ selten diskutiert, während „Cheng“ als Voraussetzung für Individuen hervorgehoben wird, was die intrinsische Natur und Spontaneität der persönlichen Moral betont; die Werke von Mencius, die die Konzepte von Konfuzius übernehmen, greifen auch die Ideen aus dem Großen Lernen und der Lehre der Mitte auf und reinterpretieren „Jing“ intern, wodurch eine Einheit zwischen persönlicher Moral und sozialer Ethik erreicht wird. Der Übergang von „Jing“ zu „Cheng“ und die Neuinterpretation von „Jing“ spiegeln die konzentrierte Verkörperung der internen Rekonstruktion des konfuzianischen ethischen Systems der Vor-Qin-Zeit wider.
Cong Li (Fr.) hat diese Frage untersucht.