Diese Arbeit untersucht das kolumbianische Gesetz zum vorübergehenden Schutz venezolanischer Migranten (ETPV) als innovatives Rechtsinstrument zur Bewältigung der massiven Vertreibungskrise in Venezuela. Sie bewertet das Gesetz aus der Perspektive der internationalen Menschenrechtsgesetze und identifiziert drei wesentliche Mängel: das Fehlen besonderer Maßnahmen zur Gewährleistung der Gleichberechtigung in der Praxis, das Fehlen eines geschlechtsspezifischen Ansatzes und unzureichende Verfahrensgarantien. Unter Berufung vor allem auf die Rechtsprechung des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte sowie auf universelle und regionale Menschenrechtsverträge schlägt die Arbeit verschiedene Punkte zur Reform vor, um die vollständige Einhaltung der Menschenrechtsstandards zu gewährleisten. Sie kommt zu dem Schluss, dass das ETPV zwar innovativ und fortschrittlich ist, aber reformiert werden muss, um sein Potenzial als dauerhaftes Modell auf der Grundlage der besonderen Rechte von Migranten auszuschöpfen.
María Margarita Muñoz Buenaventura (Wed,) studied this question.