Iod spielt im experimentellen Chemieunterricht eine besondere Rolle, da es im Vergleich zu anderen Halogenen eine geringere akute Toxizität aufweist und als Feststoff gut handhabbar ist. Viele grundlegende Schülerexperimente erfordern daher den Einsatz von Iod. So werden Kupfer(I)‐iodid und Zink (II)‐iodid in der Regel aus festem Iod hergestellt 1, 2. Die Lugolsche Lösung oder das Chlor‐Zink‐Iod‐Reagenz dienen zur Identifikation von Stärke bzw. Cellulose 3–6. Zudem lässt sich die Keto‐Enol‐Tautomerie von Aceton durch die Addition von Iod an die Enolform nachweisen 7, 8. Jedoch kann Iod unverträglich sein und iodidhaltigen Lösungen sind bei wiederholter Exposition ein Schilddrüsengift 9–12.
Horst Klemeyer (Sat,) studied this question.