Diese Masterarbeit untersucht den Effekt von Proteinen aus dem Gift der Crotalus basiliscus auf die menschliche Blutgerinnung: eine basische Phospholipase A2 (PLA2) und Proteasen, die alpha-2 Makroglobulin (a2M) inhibieren. Im Allgemeinen sind PLA2s für ihre gerinnungshemmende Aktivität bekannt. Der zugrundeliegende Mechanismus basiert einerseits auf der Hydrolyse von Phospholipiden und andererseits auf der Bindung von Blutgerinnungsfaktoren. (Saikia Svoboda et al., 1995) Die Proteine wurden mittels Größenausschluss- und Anionenaustauschchromatographie aufgetrennt und deren Effekt auf die Blutgerinnung mittels TGA untersucht. Zudem wurde die PLA2-Aktivität mithilfe eines Assays quantifiziert, der auf der hydrolytischen Spaltung von Phospholipiden basiert. Die a2M-Aktivität wurde durch einen Plasmin-Inhibitor-Assay bestimmt. Vier Substanzen (Varespladib, Nifedipin, Quinacrine und Nisoldipin) wurden ausgewählt, um die PLA2-Aktivität zu inhibieren. Die a2M-inhibierenden Proteasen zeigten eine Aktivität im Plasmin-Inhibitor-Assay, führten jedoch nach Zugabe zu Plasma für den TGA zu einer Hemmung der Thrombinbildung. Trotz einer Aufreinigung in zwei Schritten konnten in den Fraktionen Verunreinigungen mit einem Molekulargewicht von etwa 10 kDa nachgewiesen werden. Dies deutet auf PLA2 hin. Die PLA2 hemmte die Thrombin-Generierung in zeit- und phospholipidabhängiger Weise. Der gerinnungshemmende Effekt vergrößerte sich bei verlängerter Inkubationszeit und verringerte sich bei Erhöhung der Phospholipidkonzentration. Varespladib hemmte den gerinnungshemmenden Effekt der PLA2 im TGA und Nisoldipin hatte einen geringen Effekt darauf. Nifedipin und Quinacrine hemmten die PLA2-Aktivität im PLA2-Assay, jedoch nicht im TGA. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass das Gift des Crotalus basiliscus eine basische und gerinnungshemmende PLA2 und a2M-inhibierende Proteasen enthält. Varespladib hemmt die PLA2-Aktivität signifikant. Diese Effekte lassen sich mithilfe des TGA nachweisen. Der potenzielle Nutzen der a2M-inhibierenden Proteasen konnte aufgrund gerinnungshemmender Effekte, die vermutlich durch Verunreinigungen verursacht wurden, nicht beurteilt werden.
Anna Grösslinger (Wed,) studied this question.