Zusammenfassung Die Politikwissenschaft befasst sich mit Themen, die für Politiker von großer Bedeutung sein können. Forschung und Ausbildung in der Politikwissenschaft bieten Einblicke, die Amtsinhabern helfen können, Wahlen zu gewinnen oder besser zu regieren. Gleichzeitig vermittelt die Disziplin Wissen, das genutzt werden kann, um Politiker im Amt herauszufordern, z.B. wie man Massenproteste oder effektive Oppositionsparteien organisiert. Daher können Politiker an der Macht gemischte Gefühle über die Existenz von Politikwissenschaftsabteilungen haben. Einige werden deren Einrichtung fördern, während andere – vielleicht insbesondere Autokraten – versuchen könnten, ihre Präsenz einzuschränken oder ihren Standort zu kontrollieren. Wir untersuchen die Existenz und Platzierung von Politikwissenschaftseinheiten an Universitäten weltweit und bewerten, inwieweit diese Merkmale je nach Regime-Typ variieren. Anhand von großen Daten zu Universitätsunterteilungen analysieren wir die länderübergreifende Variation in der Existenz und die innerstaatliche Variation hinsichtlich des Standorts der Politikwissenschaftsabteilungen. Wir stellen überraschend wenige wesentliche Unterschiede entlang des Kontinuums von Demokratie zu Autokratie fest: Politikwissenschaftseinheiten kommen im Durchschnitt nicht häufiger in Demokratien vor. Über alle Regimetypen hinweg sind Politikwissenschaftseinheiten etwa gleich wahrscheinlich an öffentlichen (im Vergleich zu privaten) Institutionen angesiedelt und ebenso wahrscheinlich an Universitäten näher zur Hauptstadt platziert.
Jungblut et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.