Die Dissertation untersucht gesellschaftliche Wirkungen sportlicher Großereignisse anhand dreier empirischer Studien. Studie 1, der zentrale Bestandteil, analysiert die individuelle Unterstützung (62%) und Zahlungsbereitschaft (235 €) für eine mögliche Olympia-Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region 2036. Dabei fördern u.a. Stolz, Nachhaltigkeitswahrnehmung und historischer Bezug die Zustimmung. Studie 2 nutzt ein Multilevel-Modell und zeigt, dass individuelle Faktoren das Abstimmungsverhalten dominieren, während kommunale Strukturdaten keinen Einfluss haben. Studie 3 untersucht die Auswirkungen von Bundesliga-Spieltagen auf Verkehr und CO₂-Emissionen. Sie bestätigt zwar zusätzliche Umweltbelastungen, zeigt jedoch, dass diese durch Crowding-Out-Effekte deutlich geringer ausfallen als bisher angenommen. Die Arbeit liefert empirische Impulse für nachhaltigere und akzeptanzorientierte Sportgroßveranstaltungen.
John A. Menge (Thu,) studied this question.