Diese Masterarbeit untersucht die umfassenderen Auswirkungen der CSRD auf KMU, einschließlich solcher, die nicht durch formale Berichtspflichten abgedeckt werden. Sie analysiert Nachhaltigkeitstransparenz als ein durch rechtliche Rahmenbedingungen, marktorientierte Informationsanforderungen und organisatorische Kapazitäten strukturiertes Gerüst. Die Arbeit zeigt, dass die CSRD-bezogenen Auswirkungen auf KMU nicht allein durch den formalen Anwendungsbereich bestimmt werden, sondern durch unterschiedliche Expositionswege entstehen, die zu ungleich verteilten Belastungen und Chancen für die Unternehmen führen. Basierend auf rechtsdoktrinärer Analyse, wissenschaftlicher und politischer Literatur sowie illustrativen Fallstudien börsennotierter und nicht börsennotierter KMU verdeutlicht die Studie, dass Nachhaltigkeitstransparenz kumulativen Druck erzeugt, der mit der Komplexität der ESR-Systeme, der Datenverfügbarkeit, der Bereitschaft zur Qualitätssicherung und den Informationsanforderungen entlang der Wertschöpfungskette zusammenhängt. Gleichzeitig kann die Berichtskapazität die Marktteilnahme stabilisieren und Informationshemmnisse reduzieren, ihre Wirkung bleibt jedoch weitgehend defensiv und führt nicht zu einer systematischen Verbesserung. Die Dissertation kommt zu dem Schluss, dass die Verhältnismäßigkeit im Rahmen der CSRD von der Koordination der Nachhaltigkeitsinformationsflüsse über rechtliche, marktbezogene und organisatorische Schnittstellen hinweg abhängt.
Zaur Aliyev (Thu,) studied this question.