Sarkoidose ist eine multisystemische granulomatöse Erkrankung unklarer Ätiologie, wobei eine Beteiligung der Mundhöhle selten ist. Chronisches orofaziales Schwellungen können andere Zustände wie Angioödeme oder orofaziale Granulomatose (OFG) nachahmen, was die Diagnose erschwert. Wir berichten über den Fall eines 17-jährigen männlichen Patienten mit fortschreitendem Schwellungen der Lippen und der Mundschleimhaut seit der Jugend. Zunächst als Angioödem mit oralen Kortikosteroiden behandelt, entwickelte er wiederkehrende Schübe beim Absetzen. Die Histopathologie einer Lippenbiopsie zeigte nicht-necrotisierende Granulome, die mit Sarkoidose übereinstimmen. Die systemische Erkrankung wurde durch Bildgebung, Serum-Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Spiegel und spezielle Beurteilung ausgeschlossen. Der Patient wurde mit drei Sitzungen von intralesionalen Triamcinolon-Acetonid-Injektionen (40 mg/mL) in vierwöchigen Abständen behandelt, was zu einer signifikanten und nachhaltigen Reduktion der Schwellung über einen Zeitraum von neun Monaten führte. Orale Sarkoidose sollte bei chronischen orofazialen Schwellungen in Betracht gezogen werden. Die intralesionale Kortikosteroidtherapie bietet eine effektive und gut verträgliche Behandlung, die die systemischen Nebenwirkungen langfristiger oraler Steroide vermeidet.
Hussain et al. (2026) haben diese Frage untersucht.
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