Diese Arbeit konzentriert sich auf Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo (im Folgenden als Kongolesische Flüchtlinge bezeichnet), die in Dar es Salaam, der Hauptstadt Tansanias, gelebt haben. Sie untersucht ihre Strategien im Umgang mit dem Label "Flüchtling" und ihre Beziehungen zur Gastgesellschaft basierend auf bestehenden Studien und eigenen Interviews. Zunächst wird die bestehende Forschung zum Label "Flüchtling" überblickt und die vielfältigen Überlebensstrategien der Flüchtlinge sowie deren Unterschiede analysiert. Anschließend wird die Geschichte und der aktuelle Stand der Flüchtlingspolitik in Tansania dargestellt und das soziale Umfeld der Flüchtlinge skizziert. Danach werden als Beispiel die kongolesischen Flüchtlinge erwähnt, die in Dar es Salaam gelebt haben, und untersucht, wie sie mit dem Label "Flüchtling" umgehen und Beziehungen zur Gastgesellschaft pflegen. Die kreativen Überlebensstrategien der Flüchtlinge, die je nach Situation flexibel mit dem Label umgehen, verdeutlichen, dass der feste Rahmen, den die aktuelle Flüchtlingspolitik annimmt, die komplexe und fließende Realität, in der sie leben, nicht erfassen kann. Diese Arbeit regt an, die bestehende Flüchtlingspolitik neu zu bewerten, indem sie die Lebenspraktiken der Flüchtlinge sorgfältig betrachtet und die vielfältigen Wirklichkeiten dokumentiert, die von dem durch die Politik zugewiesenen Label "Flüchtling" abweichen. Die Bedeutung der Ansammlung empirischer Erkenntnisse zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und Maßnahmen zur Flüchtlingshilfe wird hervorgehoben.
Rina KOMIYA (Sun,) hat diese Frage untersucht.