Die zunehmende Abhängigkeit von datenbasierten Entscheidungen im Bauwesen hat den Einsatz von Sensortechnologien zur Verbesserung von Produktivität, Sicherheit und Gesundheit beschleunigt. Obwohl Sensortechnologien nützliche Erkenntnisse liefern können, bleibt die effektive Nutzung und Analyse der daraus resultierenden Daten für die Arbeitskräfte herausfordernd, da die rapide steigende technische Komplexität Fähigkeiten erfordert, die viele nicht besitzen. Die zunehmende Qualifikationslücke stellt eine Herausforderung für den Bausektor dar, wobei die Industrie praktische Kompetenzen in der Implementierung von Sensortechnologien (STI) und der Sensordatenanalyse (SDA) priorisiert, während aktuelle Lehrpläne den Studierenden nur begrenzten Zugang zu diesen Fähigkeiten bieten. Diese Divergenz stellt infrage, wie akademische Bauprogramme Absolventen angemessen auf sich wandelnde Rollen in der Industrie vorbereiten können. Diese Studie verwendete eine Querschnittsbefragung, um die Wahrnehmungen erforderlicher Fähigkeiten und der Vorbereitung zwischen zwei Gruppen, nämlich Fachleuten aus der Industrie und Studierenden im Bauwesen, zu vergleichen. Fachleute berichteten über die Bedürfnisse der Industrie und die akademische Vorbereitung, und Studierende, die an einer strukturierten Intervention mit auf Computational Thinking basierenden visuellen Programmieraufgaben teilnahmen, bewerteten die Relevanz von STI- und SDA-Fähigkeiten sowie wahrgenommene Fortschritte nach der Intervention. Darüber hinaus analysierten demografische Untergruppen, wie Faktoren wie Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit deren Wahrnehmungen beeinflussten. Die Ergebnisse zeigten, dass Studierende eine höhere wahrgenommene Entwicklung von STI- und SDA-Fähigkeiten berichteten, während Fachleute die aktuellen Absolventen als vergleichsweise unzureichend vorbereitet für datenintensive Bauumgebungen einschätzten. Die Studie zeigt eine Diskrepanz in den Fähigkeiten zwischen akademischer Ausbildung und den Erwartungen der Industrie auf. Sie betont die Rolle von auf Computational Thinking basierenden Interventionen bei der Überbrückung dieser Kluft und unterstreicht die Bedeutung praktischer, realitätsnaher Lernelemente im Baulehrplan, um die Ausbildung an die sich entwickelnden Bedürfnisse der Industrie anzupassen.
Khalid et al. (Fri,) untersuchten diese Fragestellung.