Die ovarielle Alterung führt zu follikulärer Atresie und einem Rückgang sowohl der Menge als auch der Qualität von Oozyten, doch die molekularen Regulationsmechanismen sind nach wie vor unvollständig verstanden. N6-Methyladenosin (m6A), eine der am weitesten verbreiteten RNA-Modifikationen bei Säugetieren, soll eine Schlüsselrolle in der ovarialen Funktion und dem Altern spielen. In dieser Studie wurden ovarielle Gewebe von 1–2-jährigen und 5–6-jährigen Qira-Schwarzkopfschafen gesammelt und ein m6A-Methylierungs-Transkriptom-Atlas basierend auf MeRIP-seq und RNA-seq erstellt. Insgesamt wurden 660 differenzielle Methylierungspeaks (DMPs) und 2.018 unterschiedlich exprimierte Gene (DEGs) zwischen den beiden Gruppen identifiziert, von denen die meisten in Signalwegen, die mit der ovarialen Entwicklung, zellulärer Seneszenz und Immunantworten verbunden sind, angereichert waren. GO- und KEGG-Anreicherungsanalysen zeigten, dass DMPs signifikant in der positiven Regulation des BMP-Signalwegs, in der embryonalen Entwicklung im Utero sowie in VEGF- und Wnt-Signalwegen angereichert waren. DEGs waren hauptsächlich in Prozessen angereichert, die mit zellulärer Seneszenz, NF-κB/MAPK-Signalwegen, RNA-Bindung und transkriptioneller Regulation in Verbindung standen. Die integrierte Analyse offenbarte 109 überlappende differenzielle Gene zwischen DMPs und DEGs, von denen mehrere (wie CEBPB, COL6A3 und PLCG1) mit Alterungsprozessen, entzündlichen Reaktionen und der Erhaltung der ovarialen Funktion in Verbindung standen. Diese Studie liefert das erste m6A-Methylierungs-Transkriptom-Profil der Eierstöcke von Qira-Schwarzkopfschafen und bietet neue Einblicke in die Regulationsmechanismen von m6A in der ovarialen Alterung.
Pei et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.