Die lumbale Spinalkanalstenose ist eine häufige degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, die oft eine Operation erfordert. Neben technischen Faktoren werden die postoperative Schmerzempfindung und die Patientenzufriedenheit durch psychosoziale und psychiatrische Faktoren beeinflusst. Die Beziehung zwischen der Verwendung psychiatrischer Medikamente und den postoperativen Ergebnissen bleibt jedoch unklar. Ziel dieser Studie ist es, den Zusammenhang zwischen der Verwendung psychiatrischer Medikamente, postoperativen Schmerzen und der Patientenzufriedenheit nach einer Operation wegen lumbaler Spinalkanalstenose zu untersuchen. Diese retrospektive Kohortenstudie umfasste 202 Patienten, die sich einer Operation wegen degenerativer lumbaler Spinalkanalstenose unterzogen. Die Patienten wurden in eine Gruppe mit psychiatrischen Medikamenten (n = 98) und eine Kontrollgruppe (n = 104) unterteilt. Die Schmerzen wurden mit der Visuellen Analogskala präoperativ und 24 Stunden, eine Woche sowie einen Monat postoperativ beurteilt. Die Patientenzufriedenheit wurde einen Monat nach der Operation mit einer 0–10 Likert-Skala evaluiert. Die postoperativen Schmerzwerte waren bei Patienten, die psychiatrische Medikamente verwendeten, zu allen Zeitpunkten signifikant höher (p < 0,001). Einen Monat nach der Operation war die Patientenzufriedenheit in der Gruppe mit psychiatrischen Medikamenten im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant niedriger (6,3 ± 1,7 vs. 8,1 ± 1,4, p < 0,001). Die Verwendung psychiatrischer Medikamente war mit höheren frühen postoperativen Schmerzwerte und niedrigerer kurzfristiger Patientenzufriedenheit nach der Operation wegen lumbaler Spinalkanalstenose assoziiert. Diese Ergebnisse sollten mit Vorsicht interpretiert werden, da die Verwendung psychiatrischer Medikamente möglicherweise eine zugrunde liegende psychiatrische Krankheitslast widerspiegelt, anstatt eines direkten pharmakologischen Effekts.
Ertuğrul et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.
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