Diese Arbeit analysiert das Rechtsbehelfssystem des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG) mit Fokus auf dessen Kohärenz und Vorhersagbarkeit bei grenzüberschreitenden Kaufstreitigkeiten. Obwohl das CISG einheitliche und rechtssichere Lösungen bieten soll, führen Auslegung und Anwendung seiner Rechtsbehelfsbestimmungen in verschiedenen Rechtsordnungen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die Studie untersucht den Grad an Kohärenz und Vorhersagbarkeit innerhalb des Rechtsbehelfsrahmens des CISG, insbesondere im Hinblick auf Schadenersatz, wesentliche Vertragsverletzung, Vorhersehbarkeit, Vertragsvermeidung, Schadensminderung und Erfüllung. Die CISG-Bestimmungen sowie ausgewählte Gerichts- und Schiedsentscheidungen werden mithilfe dogmatischer und vergleichender Methoden, insbesondere aus dem Zivilrecht und dem Common Law, analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Rechtsbehelfsrahmen des CISG in sich schlüssig und wirtschaftlich orientiert ist, seine Vorhersagbarkeit in der Praxis jedoch durch vage Standards und eine vom jeweiligen Gerichtsstand abhängige Auslegung eingeschränkt wird. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass mehr methodische Konsistenz und eine stärkere Berücksichtigung des internationalen Charakters des Übereinkommens erforderlich sind, um die Rechtssicherheit bei der Anwendung der Rechtsbehelfe des CISG zu erhöhen.
Nazrin Alaskarova (Thu,) studied this question.