Tropische Trockenwälder gehören zu den ausgedehntesten Ökosystemen Indiens. Sie beherbergen dichte ländliche Siedlungen und weltweit bedeutende Megafauna, sind jedoch in Forschung und Naturschutz nach wie vor unterrepräsentiert. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich tropische Trockenwälder über die Zeit verändert haben bei gleichzeitiger Betrachtung von aktuellen sozialen, ökologischen und Schutzgebietsbedingungen, die die Verbreitung der Megafauna beeinflussen. Indien hat von 1880 bis 2020 65 % (22,3 MHa) seiner tropischen Trockenwälder verloren. Dieser Verlust war regional uneinheitlich, wodurch sich sechs allgemeine Archetypen der Waldveränderung bildeten. Diese langfristigen Dynamiken beeinflussten die heutige Verbreitung der Megafauna, wobei einige bedrohte Arten mit einer hohen Waldbedeckung und geringeren historischen Verlusten in Verbindung gebracht wurden, während andere nicht bedrohte Arten unter vielfältigeren Bedingungen vorkamen. Auf Landschaftsebene beeinflusste die heutige Waldbedeckung das Vorkommen von Megafauna positiv. Menschliche Einflüsse hingegen übten einen stärkeren Effekt auf mehrere Arten aus. Innerhalb der Schutzgebiete erwiesen sich größere, weniger isolierte Reservate als wirksamer für das Artenvorkommen, wobei die Siedlungsdichte im Umland gegenteilige Effekte hatte. Der historische Waldflächenverlust verringerte das Artenvorkommen in Landschaften und Schutzgebieten weiter, mit unterschiedlichen Auswirkungen je nach Art. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines Ausgleichs zwischen Strategien, die einerseits den Wald schützen und wiederherstellen, und andererseits der Verringerung des Drucks durch den Menschen. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die Resultate der lokalen Bevölkerung zugutekommen. Durch die Verknüpfung langfristiger Landnutzungsgeschichte mit heutigen Bedingungen bietet diese Arbeit einen umfassenden Rahmen für das Verständnis und die Unterstützung des Megafaunafortbestands.
Tamanna Kalam (Wed,) studied this question.