Thromboembolische kardiovaskuläre Erkrankungen (CVD), einschließlich akuter Koronarsyndrome, ischämischen Schlaganfalls und venöser Thromboembolie, bleiben weltweit eine der Hauptursachen für Morbidität und Mortalität. Trotz bedeutender Fortschritte in der Prävention und Diagnose bleibt thromboembolische CVD eine große globale Gesundheitsherausforderung, die die unzureichende Kontrolle multifaktorieller vaskulärer Risiken widerspiegelt. Wachsende Beweise weisen darauf hin, dass Luft-, Lärm- und Lichtverschmutzung wichtige, aber untererkannte Faktoren für die kardiovaskuläre Morbidität sind. Die Exposition gegenüber Feinstaub (PM2.5, PM10), gasförmigen Schadstoffen (NO2, SO2, CO, O3), chronischem Lärm und künstlichem Licht in der Nacht fördert die endothelialen Dysfunktion, oxidative Belastung, Entzündung und Thrombozytenaktivierung – Schlüsselmechanismen, die eine prothrombotische Umgebung begünstigen. Obwohl regulatorische Fortschritte erzielt wurden, bleibt Luftverschmutzung der bedeutendste Umweltfaktor für die kardiovaskuläre Gesundheit weltweit, und die kombinierten Auswirkungen koexistierender Schadstoffe sind nicht vollständig verstanden. Die Konvergenz von Urbanisierung, Industrialisierung und zunehmender Lichtbelastung verstärkt die Umweltauswirkungen auf die vaskuläre Gesundheit. Diese wissenschaftliche Erklärung hat zum Ziel, aktuelle epidemiologische und mechanistische Beweise zu synthetisieren, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Luft-, Lärm- und Lichtverschmutzung hervorzuheben, kritische Forschungslücken zu identifizieren und ein umfassendes konzeptionelles Rahmenwerk zu bieten, um zu verstehen, wie Umweltstress zu thromboembolischen kardiovaskulären Komplikationen beiträgt. Eine Stärkung der interdisziplinären Forschung, die Integration exposom-basierter Daten und die Umsetzung effektiver Präventionsstrategien sind wesentliche Schritte zur Minderung der kardiovaskulären Belastung durch Umweltverschmutzung.
Kurasz et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.