Das von ACE finanzierte Projekt Clay and Augmented Reality (CAR) untersuchte, wie die Kombination aus taktilen und digitalen Medien das verkörperte Gedächtnis aktivieren, künstlerischen Ausdruck fördern und neue Formen kreativen Lernens anregen kann. Das Projekt erforschte die Gedächtnisrekognition, indem es das Töpfern mit erlebbarer erweiterter Realität (AR) kombinierte, mit einem Fokus auf Psychoanalyse und partizipativer Kunstforschung. Die geschaffene multisensorische Umgebung war ein bedeutendes Element für die Wiederverbindung mit frühen Lebenserfahrungen. Sechs Workshops engagierten über 40 Teilnehmer in der Gedächtnislandkartierung durch AR-Schnittstellen und taktile Aktivitäten. Umfassende theoretische und methodologische Forschungen konzentrieren sich auf Theorien von Freud, Polanyi, Ettinger und die Kunstpraxis von Hepworth und integrieren verkörpertes Gestalten mit experimentellen Technologien, einschließlich 3D-Scannen, ARvid/HoloLens-Erlebnissen und qualitativer Feedback-Analyse. Das Ergebnis ist ein hybrides Repository von über 120 gedächtnisinformierten Artefakten mit dem Titel My Mother and I, das auf der Sketchfab-Plattform präsentiert wird. Die Sammlung zeigt intergenerationnelles Gedächtnis, Eindrücke von immateriellem und visuellem Geschichtenerzählen. Während der Forschung wurde die Bedeutung von Langsamkeit, Spiel und relationaler Präsenz als Bedingungen für die Aktivierung des Gedächtnisses unterstrichen. Es wird geschlossen, dass Gedächtnis in Gesten, räumlicher Wahrnehmung und gegebener Fürsorge lebt und dass hybride, kunstbasierte Methoden neue Erkenntnistheorien des Heilens, der Kreativität und der pädagogischen Untersuchung bieten. CAR präsentiert ein Modell für partizipative Forschung, das physische und digitale Bereiche auf tief menschliche Weise überbrückt.
Svetlana Atlavina (Mon,) untersuchte diese Frage.