Die Energiewende zählt zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit: Sie betrifft alle Bereiche der Gesellschaft, erfordert tiefgreifende Transformationen und ist von komplexen Aushandlungsprozessen geprägt, in denen Chancen und Risiken, Nutzen und Belastungen sowie Kosten und langfristiger Mehrwert gegeneinander abgewogen werden. Am Beispiel der tiefen Geothermie wird deutlich, dass insbesondere die Wahrnehmung von Risiken die gesellschaftliche Akzeptanz maßgeblich beeinflusst. Forschung kann hier eine zentrale Rolle spielen, indem sie Mehrwerte sichtbar macht, Techologien umweltverträglicher macht und Risiken reduziert und als neutraler Akteur zur Versachlichung der Debatte beiträgt. Durch die Bereitstellung verlässlicher Informationen, die Förderung von Dialog sowie partizipative Formate – von Bildungsprojekten bis hin zu Co-Design und Citizen Science – kann sie eine gesellschaftliche Einbindung unterstützen. Dies wird am Beispiel der Entwicklung geothermischer Technologien zur saisonalen Speicherung gezeigt.
Judith Bremer (Thu,) studied this question.