Einleitung: Die Beziehung zwischen Schlafqualität und Schichtarbeitsplänen bei Krankenschwestern bleibt unklar. Ziel war es, die Schlafparameter über verschiedene Schichten hinweg zu bewerten, mit besonderem Fokus auf ein schnell rotierendes Schichtmuster (Abschluss von Nachmittags-, Morgen- und Nachtschichten innerhalb von 40 Stunden, bezeichnet als „PAN-Muster“). Methoden: Diese 7-tägige Actigraphiestudie mit Querschnittsdesign und Zensusprobenumfrage umfasste 201 Krankenschwestern (41,0 % PAN-Muster) und 100 Büroangestellte tagsüber in Hongkong (2022.06–2023.02). Gemischte Effektmodelle analysierten die Schlafparameter und berücksichtigten Kovariaten. Ergebnisse: Krankenschwestern im PAN-Muster waren jünger (Durchschnittsalter 32,2 Jahre), hatten weniger Beschäftigungsjahre (im Durchschnitt 9,3 Jahre) im Vergleich zu Krankenschwestern im Nicht-PAN-Muster und zeigten gestörtere Ruhe-Aktivitäts-Zirkadianrhythmen. Alle Schichten, außer Tagschichten, störten die Schlafregularität (P < 0,001). An freien Tagen nach Nachmittagschichten wurde ein Rückgang um 0,25 Stunden (P = 0,047) der Wachzeit nach Schlafbeginn im Vergleich zu anderen freien Tagen beobachtet. Auffällig ist, dass Krankenschwestern im PAN-Muster auf Morgenschichten eine Reduktion der Gesamt-Schlafzeit (TST) um 1,01 Stunden (P < 0,001) im Vergleich zu Büroangestellten tagsüber erlebten. Sie zeigten jedoch an freien Tagen nach Nachtschichten eine um 21 % erhöhte Schlafeffizienz (P = 0,037) im Vergleich zu anderen freien Tagen. Nicht-PAN-Krankenschwestern erlitten an freien Tagen nach Nachmittagschichten einen Rückgang der TST um 53 Minuten (P = 0,014) im Vergleich zu anderen freien Tagen. Fazit: Schichtarbeit beeinträchtigt die Schlafqualität von Krankenschwestern, wobei das schnell rotierende PAN-Muster den Schlaf an Arbeitstagen beeinträchtigt, aber selektive Vorteile für die Erholung an freien Tagen zeigt, während das Nicht-PAN-Muster an freien Tagen dauerhafte Schlafdefizite mit sich bringt. Die Ergebnisse verdeutlichen den kritischen Bedarf an maßgeschneiderter Schichtplanung, die diese unterschiedlichen Schlafauswirkungen berücksichtigt und den Pflegemanagern Beweise liefert, um Schichtanordnungen zu optimieren.
Li et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.