Diese Masterarbeit widmet sich der quantitativen Untersuchung des Karrierefortschritts von Mitarbeitern in russischen Organisationen als Reaktion auf formelles, non-formelles und digitales Lernen. Die Relevanz der Studie ergibt sich aus den aktuellen Anforderungen an die Qualifikation der Arbeitskräfte in einer Übergangsphase, dem zunehmenden Wettbewerb um talentierte Mitarbeiter und dem Bedarf an strategischer Entwicklung des Humankapitals. Trotz der weit verbreiteten Implementierung von unternehmensinternen Weiterbildungsprogrammen bleibt die vergleichende Analyse ihrer Wirksamkeit in Bezug auf die Karriereentwicklung der Mitarbeiter bislang unzureichend erforscht. Der Untersuchungsgegenstand umfasst Prozesse der vertikalen Mitarbeiterbewegung, während sich das Untersuchungsobjekt auf die spezifischen Effekte der drei Lernformen auf Kompetenzsteigerung und interne Karrierewege unter Berücksichtigung organisatorischer und kontextueller Faktoren konzentriert. Es wurde ein retrospektives Längsschnittdesign angewendet, das große Sekundärdatensätze und moderne ökonometrische Methoden nutzt. Die wichtigsten Analysetechniken umfassen Regressionsmodelle mit Heteroskedastizitätskorrektur, das Verfahren der kleinsten absoluten Abweichungen und Quantilregression, wodurch heterogene Einflüsse der verschiedenen Lernformen auf den Karrierefortschritt festgestellt und Verteilungseffekte unter Mitarbeitern mit unterschiedlichem Wachstumspotenzial bewertet werden können. Die wissenschaftliche Neuheit der Arbeit liegt in der quantitativen Vergleichsanalyse der Effekte der drei Lernformen, der Entwicklung eines integrativen Modells zur Bewertung des Karrierewachstums unter Berücksichtigung organisatorischer Merkmale sowie der Identifikation synergistischer Effekte kombinierter Bildungsprogramme. Erstmals im russischen Kontext wird eine empirische Bewertung des relativen Beitrags jeder Lernform unter Verwendung methodisch verteilungssensitiver Ansätze durchgeführt. Die praktische Relevanz der Studie zeigt sich in konkreten Empfehlungen für HR-Manager und Strategen, die die Stärkung digitaler Plattformen als Kerninstrumente des unternehmensinternen Lernens und die Implementierung analytischer Systeme zur Bewertung der Programmwirksamkeit betonen. Die Ergebnisse bestätigen, dass digitales Lernen den stärksten und nachhaltigsten positiven Einfluss auf die vertikale Mobilität von Mitarbeitern ausübt, während kombinierte Formate einen synergistischen Effekt erzeugen und die Gesamteffizienz von Investitionen in die Personalentwicklung erhöhen. Die Arbeit erweitert das theoretische und praktische Verständnis der Rolle kontinuierlichen Lernens im strategischen Management von Humankapital. Organisationen können diese Erkenntnisse nutzen, um die Qualität der Mitarbeiterentwicklung zu verbessern und Weiterbildungsprogramme zu optimieren, wodurch Wettbewerbsvorteile in einem Transformationsumfeld gestärkt werden.
Gai Ter-Avetisian (Thu,) studied this question.