Diese Studie untersucht Führungseffekte auf die Motivation von Mitarbeitenden und analysiert, ob sich diese Effekte zwischen Präsenz- und Remote-Arbeitskontexten unterscheiden. Mithilfe eines experimentellen Vignetten-Designs (N = 105) wurden kooperative, autoritäre und laissezfaire Führungsstile manipuliert, um deren Einfluss auf intrinsische und extrinsische Motivation zu prüfen. Die Ergebnisse zeigen, dass Führungsstil einen signifikanten Prädiktor für beide Motivationsarten darstellt, während der Arbeitskontext diese Zusammenhänge nicht konsistent moderiert. Post-hoc-Analysen deuten jedoch darauf hin, dass bestimmte Führungsverhaltensweisen in Remote- im Vergleich zu Präsenzsettings unterschiedlich interpretiert werden. Insgesamt legen die Befunde nahe, dass Führungseffektivität weniger von physischer Nähe als vielmehr von den subjektiven Wahrnehmungen der Mitarbeitenden hinsichtlich des Führungsverhaltens abhängt. Aus theoretischer Perspektive stützen die Ergebnisse zentrale Annahmen der Selbstbestimmungstheorie, wonach die Befriedigung grundlegender psychologischer Bedürfnisse weitgehend unabhängig vom Arbeitskontext ist. In praktischer Hinsicht unterstreicht die Studie die Bedeutung einer klaren, konsistenten und unterstützenden Führung für die Förderung der Motivation von Mitarbeitenden in traditionellen wie digitalen Arbeitsumgebungen.
Maurice Rösler (Thu,) studied this question.