Diese Masterarbeit untersucht, inwieweit der Anteil erneuerbarer Energieträger an der Stromerzeugung die Verbreitung von Elektrofahrzeugen (EVs) in den Vereinigten Staaten beeinflusst. Auf Grundlage von bundesstaatlichen Paneldaten für den Zeitraum 2016–2023 werden Fixed-Effects-(FE)-Regressionen geschätzt, welche für Kraftstoffpreise, Ladeinfrastruktur, Bevölkerungsdichte, Pro-Kopf-Einkommen und Bildungsniveau kontrollieren. Die Ergebnisse zeigen, dass ein höherer Anteil erneuerbarer Energiequellen innerhalb eines Bundesstaates im untersuchten Zeitraum keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Verbreitung von Elektrofahrzeugen hat. Zusätzliche Schätzungen mittels Instrumentvariablen-(IV)-Regressionen bestätigen die Robustheit der FE-Ergebnisse, wobei lediglich eine Spezifikation einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Zugang zu erneuerbarer Energie und der Verbreitung von Elektrofahrzeugen aufweist. Unter den untersuchten Einflussfaktoren erweisen sich insbesondere der Benzinpreis sowie die Dichte der Ladeinfrastruktur als statistisch stark signifikant und prägend für die Entwicklung der EV-Adoption. Diese Befunde deuten darauf hin, dass die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in den Vereinigten Staaten im betrachteten Zeitraum nicht unmittelbar mit dem Zugang zu erneuerbarer Energie verknüpft ist, sondern vielmehr durch die Kosten der Energieträger und die Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur bestimmt wird. Ein zukünftiger Übergang hin zu einer breiteren Akzeptanz von Elektrofahrzeugen dürfte daher von einer koordinierten Zusammenarbeit zwischen Gesetzgebern und Energieproduzenten abhängen, um Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen und verbraucherorientierten Wandel weg von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren (ICEVs) zu schaffen.
Jonathan Gerrit Zwemer (Thu,) studied this question.