Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Revitalisierung einer ehemaligen Traktorfabrik. Das Objekt 33, ursprünglich als Magazin genutzt, wurde 1913 von dem Architekt Robert Dammer errichtet. Als der letzte Bestandteil eines großen Industriekomplexes stellt das Gebäude den letzten baulichen Beweis der industriellen Geschichte dieses Stadtteils dar. Zuerst wird ein Einblick in bestehende Archive in Wien gegeben, mit einembesonderen Fokus auf das Naturhistorische Museum. Dabei werden die historische Entwicklung, die Struktur, die Aufgaben und auch die aktuellen Herausforderungen des Archives für Wissenschaftsgeschichteuntersucht. Nach einer klaren Festlegung der Problematik wird eine mögliche architektonische Lösung präsentiert, die zur Verbesserung der derzeitigen Situation und zur Sicherung der zukünftigen Entwicklung des Archivs beitragen soll. Die aktuellen Probleme im Zusammenhang mit CO2 Produktion und deren globalen Effekte erfordern ein Umdenken und neue Lösungsansätze. Nicht nur die Automobilindustrie, Lufttransport und unsere Konsumgesellschaft, sondern auch Architekt:innen müssen verantwortungsbewusst handeln, um das ökologische Risiko zu minimieren. Aus diesem Grundwird kein Neubau vorgeschlagen, sondern ein Entwurf entwickelt, der mit dem bestehenden baulichen Bestand der Stadt Wien arbeitet. Die Untersuchung der Geschichte und Entwicklung des 21. Bezirks zeigt, wie stark dieses Stadtgebiet durch die Industrialisierung geprägt wurde. Die Clayton and Shuttleworth Fabrik spielte dabei eine zentrale Rolle. Die Schuttleworthstraße erinnert uns noch bis heute daran. Das zum Großteil letzte erhaltene Gebäude dieses Industriekomplexes bietet die Möglichkeit, einen neuen zentralisierten Standort für das Archiv der Wissenschaftsgeschichte zu schaffen und damit eine in den letzten Jahren vergessene Bedeutung wiederzubeleben. Obwohl frühere Revitalisierungsversuche des Objektes 33 gescheitert sind, besitzt das alte Magazin einen hohen historischen und kulturellen Wert. Es fungiert als authentisches Beispiel seiner Zeit und trägt zum charakteristischen Erscheinungsbild des 21. Bezirks und der Stadt Wien bei. Durch die Revitalisierung, die ich in dieser Arbeit vorschlage, soll ein zentralisiertes Archiv mit Verwaltungs- und Forschungseinrichtungen für das Archiv für Wissenschaftsgeschichte entstehen. Damit wird nicht nur das vergessene Gebäude und sein Umfeld neu belebt, sondern auch dessen Geschichte bewahrt. Somit wird das Objekt 33 gleicherweise wie die Dokumente und Objekte des Archivs der Wissenschaftsgeschichte für zukünftige Generationen erhalten bleiben.
Denis Novotný (Sun,) studied this question.