CT measurement of membranous septum length demonstrated high intra-observer agreement (r=0.944, p<0.001) but low inter-observer agreement (r=0.577, p<0.001), indicating a need for adequate training.
Observational (n=374)
Blinded to other observer's results
Effect estimate: Spearman r 0.944 (intra-observer), r 0.577 (inter-observer)
p-value: p=<0.001
Ein perkutaner Aortenklappenersatz (Transcatheter Aortic Valve Implantation, TAVI) kann zu Leitungsstörungen wie atrioventrikulärem Block (AVB), Linksschenkelblock (LBBB) und Rechtsschenkelblock (RBBB) führen. AVB beinhaltet eine partielle oder vollständige Blockierung der elektrischen Signale vom AV-Knoten zu den Ventrikeln, während Schenkelblöcke durch Unterbrechungen in den Leitungsbahnen entstehen. Diese Probleme treten auf, weil der AV-Knoten und das His-Bündel nahe der Aortenklappe liegen. Studien zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, nach einer TAVI einen Herzschrittmacher zu benötigen, von der Länge des membranösen Ventrikelseptums abhängt, das wichtige Strukturen des Leitungssystems enthält. Ein kürzeres membranöses Septum erhöht das Risiko einer Schädigung des Leitungssystems während des Klappeneinsatzes und damit die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Schrittmacherimplantation. Daher ist die präprozedurale Messung der Länge des membranösen Septums wichtig, um das Risiko einer Schrittmacheranforderung nach der TAVI zu beurteilen. Die hier vorgelegte Arbeit analysiert die Intra- und Interobserver-Variabilität der Messung der Länge des membranösen Anteils des Ventrikelseptums. Zur Messung der intraventrikulären membranösen Septumlänge wurden prä-TAVI-CT-Scans von 374 Patienten analysiert. Alle Scans wurden mittels Dual Source CT EKG-getriggert und nach Kontrastmittelgabe durchgeführt. Die Länge des membranösen Septums wurde gemäß einer vorbeschriebenen Methode in exakt orthogonal zur Aortenklappenebene ausgerichteten Rekonstruktionen gemessen. Die Distanz vom Aortenannulus bis zum Übergang des membranösen Septums in das muskuläre Septum wurde manuell gemessen. Ein Beobachter maß die Länge zweimal pro Patient zur Bestimmung der Intra-Beobachter-Variabilität, während ein zweiter Beobachter einmal zur Bestimmung der Inter-Beobachter-Variabilität maß. Die Beobachter waren gegenüber den Ergebnissen des jeweils anderen Beobachters verblindet. Die Analyse zeigte eine enge Intra-Observer-Übereinstimmung der Messungen der membranösen Septumlänge (Spearman-Korrelation r = 0,944, p < 0,001, mittlere Abweichung 0,03 mm). Die Inter-Observer-Übereinstimmung war jedoch gering (Spearman-Korrelation r = 0,577, p < 0,001, mittlere Abweichung 1,74 mm). Eine detaillierte Analyse der Daten mit stark schief verteilten Ergebnissen durch einen Beobachter im Vergleich zu einer biologisch plausibleren annähernd normalverteilten Längenverteilung durch den anderen Beobachter deutet auf eine systematische Unterschätzung der Septumlängen durch den weniger erfahrenen Untersucher hin. Es besteht eine hohe Intra-Observer-Reproduzierbarkeit der Messungen der membranösen Septumlänge in kardialen CT-Datensätzen, was die hohe räumliche und zeitliche Auflösung der Methode belegt. Allerdings besteht eine erhebliche Inter-Observer-Variabilität, was die Notwendigkeit einer angemessenen Schulung und Erfahrung der Untersucher unterstreicht, die solche Messungen in der klinischen Praxis durchführen.
Helena Feyrer (Thu,) conducted a observational in Pre-TAVI (n=374). CT measurement of membranous septum length vs. Intra- and inter-observer comparison was evaluated on Intra- and inter-observer variability of membranous septum length measurement (Spearman r 0.944 (intra-observer), r 0.577 (inter-observer), p=<0.001). CT measurement of membranous septum length demonstrated high intra-observer agreement (r=0.944, p<0.001) but low inter-observer agreement (r=0.577, p<0.001), indicating a need for adequate training.