Dieser Artikel betrachtet die Entwicklung von Big Data fast ein Jahrzehnt nach seiner ersten Behandlung als Managementmode unter Verwendung einer Studie von 2016 als Basis. Basierend auf der Managementmode-Theorie untersuchen wir, wie sich Big Data von einem gehypten Management-Schlagwort zu einem grundlegenden, jedoch rhetorisch weniger sichtbaren Element der digitalen Infrastruktur entwickelt hat. Durch eine narrative Neubewertung von akademischer Forschung, Branchenberichten und bibliometrischen Analysen, die zwischen 2016 und 2025 veröffentlicht wurden, verfolgen wir Verschiebungen im Diskurs, in der Diffusion, Adoption und technologischen Rahmung. Unsere Analyse zeigt, dass obwohl die symbolische Prominenz des Begriffs „Big Data“ abgenommen hat, seine Kernpraktiken innerhalb breiterer KI-, Analyse- und Smart-Technologie-Ökosysteme institutionalisiert und hybridisiert wurden. Big Data agiert nicht mehr als sichtbare Managementmode, sondern besteht als eingebettete infrastrukturelle Schicht, die zeitgenössische datengetriebene Strategien stützt. Die Ergebnisse verfeinern die Anwendung der Managementmode-Theorie, indem sie eine Stabilisierung nach dem Hype, retrospektive Legitimation und Hybridisierung hervorheben. Der Artikel schließt mit einer Reflexion über die Grenzen der Modeperspektive und skizziert Implikationen für zukünftige Forschungen zu digitalen Infrastrukturen und organisatorischem Wandel.
Madsen et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.