Für die Wettbewerbsfähigkeit und das Wirtschaftswachstum der EU sind Forschung und Innovation Schlüsselelemente, welche mittels des Programms Horizon Europe (HE) gefördert werden. Unter anderem wird durch dieses Programm die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Industrie (university-industry collaboration, UIC) unterstützt, was in dieser Arbeit untersucht wird. In der Forschungsliteratur gibt es bereits Studien, welche die Hindernisse und Förderfaktoren bei der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und der Industrie aufzeigen und Lösungsstrategien thematisieren. Für UIC-Projekte, die durch das HE- Programm gefördert werden, existiert diesbezüglich eine Forschungslücke. Deshalb wird untersucht, welche Barrieren den UIC-Akteuren im HE-Programm widerfahren und welche Lösungsansätze, zur Überwindung dieser, angewendet werden. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Natur und Rolle von Vertrauen bei der Überwindung dieser Hindernisse gelegt. Mittels eines qualitativen Forschungsdesigns wurden im Rahmen von 12 halbstrukturierten Interviews Daten von Personen gesammelt, die im Rahmen des HE-Programms in UIC-Projekte involviert sind. Diese wurden mit Hilfe der thematischen Analysemethode ausgewertet. Die Ergebnisse bringen dominante Hindernisse in einem HE-UIC-Umfeld zum Vorschein und weisen gleichzeitig Lösungsansätze auf, wie diese bekämpft werden können. Vertrauen erweist sich dabei als wichtiger Faktor, um sowohl UIC-Barrieren vorzubeugen oder als auch zu überwinden, insbesondere durch seine Dimension der offenen Kommunikation, muss jedoch durch zusätzliche Instrumente ergänzt werden. Darüber hinaus heben die Ergebnisse unterschiedliche Rollen von kognitionsbasiertem Vertrauen und affektbasiertem Vertrauen hervor. Abschließend gibt die Studie Empfehlungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Industrie in HE-Projekten.
Mariia Kozlova (Thu,) studied this question.