Zusammenfassung Obwohl sie etwa 1.253 der Sprachen der Welt ausmachen, sind malayo-polynesische Sprachen in der Forschung zu demonstrativer Semantik unterrepräsentiert. Diese Arbeit schließt diese Lücke, indem sie die exophorischen Funktionen pronominaler, adnominaler und lokaler adverbialer demonstrativer Systeme in 159 malayo-polynesischen Sprachen analysiert. Durch die Anwendung einer Codierungsmethodik, die eine Grundlage für zukünftige vergleichende Studien bietet, identifiziert die Analyse vier primäre Typen von Systemen - distanzorientiert, personenorientiert, geozentrisch und intrinsisch - und untersucht, wie diese Systeme in einer einzelnen Sprache koexistieren. Weitere deiktische Merkmale, einschließlich Sichtbarkeit und Erreichbarkeit von Referenten, unterscheiden diese Systeme zusätzlich. Neben der Dokumentation ihrer Häufigkeit und geografischen Verbreitung offenbart diese Umfrage mehrere theoretische Erkenntnisse. Viele malayo-polynesische demonstrative Systeme sind sowohl egocentrisch als auch interaktiv, wobei einige Systeme peripersonale Raumunterscheidungen nutzen. Der Datensatz hebt außerdem mehrere wenig erforschte Merkmale von Demonstrativen hervor, wie geozentrische, intrinsische und asymmetrische Systeme. Geozentrische und intrinsische Systeme, obwohl selten, treten nahezu universell mit elevationalen Systemen auf, was Fragen zu grammatikalischen Hierarchien aufwirft. Asymmetrische Systeme kommen in 21 % der Sprachen vor. In dieser Stichprobe treten personenorientierte, geozentrische und intrinsische Systeme etwas häufiger in adnominalen Demonstrativen auf als andere Wortarten. Diese Erkenntnisse zeigen Möglichkeiten für zukünftige Forschungen an vielfältigeren linguistischen Korpora auf.
Leah Pappas (Mon,) untersuchte diese Frage.
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