Chora ist nach Julia Kristeva die vor-linguistische Phase eines Kindes. Es ist ein chaotischer Raum der Psyche, in dem das Kind versagt, seine subjektive Existenz von der seiner Mutter zu unterscheiden. In Anvita Dutt Guptanis Film Qala von 2022 hinterfragt die titelgebende Protagonistin die Subjektivität ihrer eigenen Existenz. Indem die Konzepte von Julia Kristeva zu ‚Chora‘ und ‚Abjection‘ verbunden werden, zielt das Papier darauf ab, hervorzuheben, wie Qalas Identität eng mit der ihrer Mutter verwoben bleibt, was dazu führt, dass sie es nicht schafft, ihr eigenes ‚Selbst‘ von dem (m)Other zu entwirren. Das Leitmotiv des Flugs, das durch verschiedene Bilder von Flügeln und Schmetterlingen wiederholt wird, betont Qalas innersten Wunsch, auszubrechen. In diesem Zusammenhang betont das Papier Qalas ständiges Bestreben, der Inhaftierung zu entkommen, was mit der inneren Zerstörung des Selbst und der letztendlichen Katastrophe ihres persönlichen Lebens einhergeht. Es zeigt, wie Qalas verborgene und unterdrückte Emotionen in Angst umgewandelt werden, was zu einer tragischen Wendung in der Geschichte führt, festgehalten durch die dunkle visuelle Kunst, die düstere Farbpalette und die verschneite Kulisse des Films, die die unterdrückte Schicht der menschlichen Psyche, das ‚Es‘, das Unbewusste, betont und den inneren Pessimismus, die Abjection, die Hoffnungslosigkeit, die Desorientierung und die anomische Trennung der Figur verstärkt.
Panda et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.
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