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Während der Diskurs über Dekolonisierung an südafrikanischen öffentlichen Universitäten zugenommen hat, bleiben private Hochschulen (PHEIs) ein bedeutender, unterforschter Bereich der marktorientierten Bildung. Ziel dieser Studie war es, die strukturellen und kulturellen Bedingungen zu identifizieren, die Kolonialität innerhalb einer großen, an der Johannesburg Stock Exchange gelisteten südafrikanischen PHEI reproduzieren. Durch ein qualitatives Fallstudien-Design wendet diese Forschung eine kritische realistische und kritische Diskursanalyse-Perspektive an, um über oberflächliche Rhetorik hinauszugehen. Es wird angestrebt, die tiefen, nicht beobachtbaren generativen Mechanismen (Gewinn, Governance) zu identifizieren, die die institutionelle Landschaft prägen. Die Erkenntnisse aus Interviews mit sechs erfahrenen Dozenten zeigen, dass, während sie konzeptionell fließend in der Dekolonisierung sind, ihre Handlungsfähigkeit durch eine nicht verhandelbare, gewinnorientierte Institutionelles Ethos und eine rigide, zentralisierte Curriculum-Governance stark eingeschränkt ist. Diese Kombination produziert einen Zustand der 'kolonialen Morphostase', eine aktive Reproduktion des Status quo. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine sinnvolle, strukturelle Dekolonisierung dem aktuellen Unternehmensmodell der Institution entgegensteht. Sie offenbart die Mechanismen, durch die neoliberale und koloniale Logiken verschmelzen, um die Kolonialität von Macht, Wissen und Dasein zu reproduzieren. Beitrag: Diese Studie fördert die Debatten über Dekolonisierung, indem sie eine seltene empirische Analyse des unterforschten PHEI-Sektors bietet. Sie verwendet einen Rahmen für kritischen Realismus und sozialen Realismus, um eine kausale Erklärung dafür zu liefern, warum Transformation gehemmt wird und schlussfolgert, dass das Kerngeschäftsmodell der Institution ein primärer Mechanismus der kolonialen Reproduktion ist. Sie schlägt 'Wege für begrenzte Handlungsfähigkeit' als eine Form von kritischem Mikro-Widerstand für Dozenten in ähnlichen Unternehmenskontexten vor.
Prince Leburu (Mon.) hat diese Frage untersucht.