Kaohsiung, einst ein Zentrum der Schwerindustrie, verwandelt sich derzeit in eine kulturelle Landschaft. Diese Transformation wird durch Between the Sea and the Sky veranschaulicht, ein zeitgenössisches Museum für taiwanesische Kunst, das sich neben dem Kaohsiung Exhibition Center befindet.Im ersten Teil geht es um die Frage, was ein Museum heute ist und welche Rolle es in der Gesellschaft spielt. Es wird untersucht, wie Museen als kulturelle Orte funktionieren, die Identität, Erinnerung und den Bezug zum Ort miteinander verbinden. Anhand von Beispielen verschiedener Museen wird gezeigt, wie Architektur, Raumaufteilung und die Einbindung in die Stadt das Besuchserlebnis beeinflussen. Diese Fallstudien geben wichtige Hinweise darauf, wie Museen nicht nur Ausstellungsorte sind, sondern auch Zeichen für den Wandel und die Erneuerung einer Stadt sein können.Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Entwurf des Museums. Dabei wird Kaohsiungs Wandel von einer Industriestadt zu einem kulturellen Zentrum näher betrachtet mit Fokus auf den Standort, den kulturellen Hintergrund und die architektonischen Möglichkeiten. Das Museum besteht aus zwei gegensätzlichen Baukörpern: dem bodennahen Sea Block und dem schwebenden Sky Block. Diese beiden Teile stehen symbolisch für die Vergangenheit und die Zukunft der Stadt. Das Museum soll mehr sein als nur ein Ort für Kunst, es wird als öffentliches Wahrzeichen gestaltet, das Kaohsiungs neue kulturelle Ausrichtung unterstützt.
Cristina Mihut (Fri,) studied this question.