Corporate Social Responsibility (CSR) ist zu einem immer wichtigeren Bestandteil von Organisationsstrategien geworden. Dennoch interpretieren und erleben Mitarbeitende in verschiedenen Niederlassungen eines multinationalen Unternehmens CSR auf unterschiedliche Weise, abhängig von ihren persönlichen Werten und ihrem jeweiligen Umfeld. Unter Rückgriff auf die Sensemaking-Theorie untersucht diese Studie, wie Mitarbeitende globale CSR-Initiativen interpretieren und wie diese Deutungen ihre wahrgenommene Passung zum Unternehmen (Person-Organization Fit, P-O Fit) beeinflussen. Im Rahmen eines qualitativen Forschungsdesigns wurden leitfadengestützte Interviews mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Länderkontexten geführt. Die Studie identifizierte zentrale Faktoren, die den Sinnstiftungsprozess der Mitarbeitenden in Bezug auf CSR prägen, darunter das Führungsverhalten, die Unternehmenskommunikation sowie verschiedene gesellschaftliche, regulatorische und kulturelle Aspekte. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der subjektiven Interpretation von CSR und der Werteübereinstimmung für den wahrgenommenen P-O Fit. Durch die Verknüpfung von CSR-Sensemaking mit dem P-O Fit trägt diese Studie zu einem tieferen Verständnis der Prozesse auf der Mikroebene bei, durch die CSR die Perspektiven der Mitarbeitenden formt. Zudem bieten die Ergebnisse Empfehlungen für Organisationen, wie CSR-Initiativen so gestaltet und kommuniziert werden können, dass sie bei allen Mitarbeitenden über Ländergrenzen hinweg Resonanz erzeugen.
Leonie Josefine Silberbauer (Thu,) studied this question.