Pharmazeutische Organisationen operieren unter Bedingungen hoher Unsicherheit, die durch Veränderungen im regulatorischen Rahmen, wirtschaftliche Instabilität und zunehmenden Wettbewerb auf dem Pharmamarkt bedingt sind. Unter diesen Bedingungen ist ein effektives Risikomanagement ein Schlüsselfaktor für die nachhaltige Entwicklung pharmazeutischer Organisationen. Ziel dieser Studie war es, ein Risikomanagementsystem in pharmazeutischen Organisationen basierend auf einem adaptierten Argenti-Modell zu entwickeln und wissenschaftlich zu begründen. Die Forschungsmaterialien umfassten finanzielle und operative Daten von Apothekenorganisationen sowie die Ergebnisse einer soziologischen Umfrage unter Apothekenleitern in Shymkent. Die Studie nutzte soziologische Analyse, wirtschaftlich-mathematische Modellierung, statistische Analyse und Expertenbewertung. Aus wirtschaftlicher Sicht wird Risiko als die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses definiert, das eintreten kann oder nicht und, wenn es eintritt, spezifische wirtschaftliche Folgen hat. Diese Folgen können negativ (Verluste, verringerte Rentabilität, abnehmende finanzielle Stabilität) oder positiv (zusätzliche Gewinne, erhöhte Erträge, Erweiterung des Marktanteils) sein. Die moderne wirtschaftliche Literatur fehlt ein einheitlicher Ansatz zur Definition von Risiko aufgrund seiner multidimensionalen und interdisziplinären Natur. Je nach Ursprung und Erscheinungsbereich werden folgende Risikotypen unterschieden: finanzielle, Kredit-, Liquiditäts-, Investitions-, operative, Management-, Markt-, Wettbewerbs-, rechtliche, regulatorische, logistische, inflationäre und strategische Risiken. Pharmazeutische Organisationen sind gleichzeitig mehreren Risikokategorien ausgesetzt. Finanzielle Risiken umfassen unzureichendes Umlaufkapital, sinkende Rentabilität und zunehmende Schuldenlast. Regulatorische Risiken entstehen durch Gesetzesänderungen, staatliche Preisvorgaben und die Umsetzung von Gute Praxis-Standards (GDP, GMP). Markt- und Wettbewerbsrisiken zeigen sich durch verstärkten Wettbewerb und Schwankungen der Medikamentennachfrage. Operative Risiken beinhalten die Lagerverwaltung, Debitorenmanagement und logistische Prozesse. Somit operieren pharmazeutische Organisationen in einem komplexen und vielschichtigen Risikoumfeld. In diesem Kontext besteht die Hauptaufgabe des Managements nicht darin, Risiko als wirtschaftliche Kategorie zu eliminieren, sondern deren systematische Identifikation, quantitative Bewertung und Minimierung zu gewährleisten. Ein effektives Risikomanagementsystem, basierend auf rationalem strategischem Management und der Anwendung wirtschafts- und marketinganalytischer Methoden, ermöglicht die Transformation von Risiko von einem destabilisierenden Faktor zu einem beherrschbaren Element der organisatorischen Entwicklung.
Building similarity graph...
Analyzing shared references across papers
Loading...
Mariya S. Bubeshova
Klara Shertaeva
Galiya Z. Umurzakovat
SHILAP Revista de lepidopterología
Central Asian Journal of Medical Hypotheses and Ethics
M.Auezov South Kazakhstan State University
South Kazakhstan Medical Academy
Building similarity graph...
Analyzing shared references across papers
Loading...
Bubeshova et al. (Tue,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69d8930e6c1944d70ce04230 — DOI: https://doi.org/10.47316/cajmhe.2026.7.1.13