Diese Dissertation untersucht die die vielfältige Natur und den Umfang der Erfahrungen, die Menschen mit visuellen Kunstwerken haben, indem sie untersucht, wie sich diese Erfahrungen anfühlen und ob es gemeinsame Muster in der Art und Weise gibt, wie wir Kunst erleben. Zunächst stelle ich zwei Museumsstudien vor, in denen ausführliche Selbstberichte von Museumsbesuchern über emotionale und phänomenale Kunsterfahrungen gesammelt wurden. Die Daten wurden anschließend mittels Netzwerkmodellierung und latenter Profilanalyse ausgewertet, um gemeinsame Reaktionsprofile zu identifizieren, die unterschiedliche Arten von Erfahrungen repräsentieren. Die erste Veröffentlichung 2.1 skizziert die theoretischen Grundlagen unseres Ansatzes und bestätigt die Nützlichkeit unserer Methodik durch die Präsentation erster empirischer Ergebnisse. Die zweite Veröffentlichung 2.2 stellt eine erweiterte und robustere Untersuchung dar, die ein breites Spektrum an Personen, Kunstwerken und phänomenalen Begriffen umfasst. Wir identifizieren und charakterisieren darin fünf wiederkehrende Erfahrungstypen anhand ihrer phänomenalen Profile sowie ihrer Beziehung zu gängigen ästhetischen Bewertungen und Wirkungsmaßen. Im Anschluss diskutiere ich Erweiterungen und Anwendungen dieses Konzepts sowohl auf Basis empirischer Studien als auch aus theoretischer Perspektive. In einer direkten Erweiterung von 2.2 untersuchen wir Persönlichkeit und andere individuelle Unterschiede in Bezug auf die Profile 3.1. In einer theoretischen Veröffentlichung 3.2 werden die Anwendungen dieses Konzepts für Untersuchungen zum Einfluss von Kunst auf das individuelle und gesellschaftliche Wohlbefinden sowie auf transformative Erfahrungen diskutiert. Schließlich demonstrieren wir die explizite Anwendung der identifizierten Erfahrungstypen anhand zwei kurzer Berichte über laufende empirische Studien: eine Untersuchung der Kunsterfahrung im Gehirn 3.3.1 und ein Vergleich der berichteten Erfahrungen in Museums und digitalen Kontexten 3.3.2. Indem diese Dissertation die gefühlten, phänomenalen Erfahrungen von Museumsbesuchern in den Mittelpunkt stellt und effektiv erfasst, identifiziert sie gemeinsame Muster in der Art und Weise, wie wir visuelle Kunst erleben, und bietet einen neuen und innovativen Rahmen für die Untersuchung solcher Erfahrungen.
Stephanie Louise Miller (Wed,) studied this question.