Wasserstoff ist eine treibende Kraft bei der Transformation zu einem nachhaltigen Energiesystem, insbesondere in Industrie und Verkehr. Da die Zahl der Elektrolyseure zunimmt, reicht die bestehende Infrastruktur nicht aus, um die wachsenden Mengen an Wasserstoff zu verteilen. Die Beimischung von Wasserstoff in das Erdgasnetz bietet eine praktische Übergangslösung. Um das Potenzial der Einspeisung in Bezug auf die Systemintegration von Wasserstoff vollständig zu bewerten, sind detaillierte Modellierungen erforderlich. Die meisten vorhandenen Studien beruhen jedoch auf stationären Modellen oder konzentrieren sich auf einzelne Einspeisepunkte, so dass sie nur begrenzt in der Lage sind, das dynamische Verhalten realer Netze zu erfassen. In dieser Arbeit wird ein Simulationsmodell für die zeitabhängige Wasserstoffeinspeisung an mehreren Knotenpunkten eines Gasnetzes vorgestellt. Dieses basiert auf einem modularen, komponentenorientierten Ansatz, der eine flexible Netzgestaltung und Szenarioanalyse ermöglicht. Ein zentrales Ziel ist es, die Ergebnisse von stationären und dynamischen Simulationen der Wasserstoffverteilung im Netz zu vergleichen. Darüber hinaus wird das Model verwendet, um zu untersuchen, wie die Einspeiseraten durch Optimierung der Einspeiseorte verbessert werden können. Ergebnisse dieser Arbeit zeigen,dass stationäre Modelle die Wasserstoffkonzentrationen oft falsch darstellen, weil sie zeitliche und räumliche Schwankungen ignorieren. Dies kann zu einer Unter- oder Überschätzung des Einspeisepotenzials und zu einer Fehleinschätzung der maximalen Wasserstoffkonzentration im Netz führen. Im Gegensatz dazu liefern dynamische Simulationen ein genaueres Bild des Systemverhaltens. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass die Einspeiseraten durch die Wahl geeigneter Einspeisepunkte erheblich verbessert werden können.
Dana Orsolits (Thu,) studied this question.