Entscheidungssicherheit ist ein metakognitiver Prozess, der das Vertrauen in eine Wahl widerspiegelt und Verhalten steuert (Liu, 2024). Die Fähigkeit, vergangene Entscheidungen zu bewerten und zukünftige auf Basis aktueller Informationen anzupassen, ist ausschlaggebend für gute Entscheidungsfindung und adaptives Verhalten (Kepecs et al., 2008). Hier wird die Rolle des orbitofrontalen Kortex (OFC) bei der Berechnung von Entscheidungssicherheit in Ratten untersucht. Aufbauend auf früheren Erkenntnissen wurden die axonalen Projektionsziele von OFC-Neuronen identifiziert, die Entscheidungssicherheit repräsentieren, mit besonderem Fokus auf den funktionellen Zelltyp der „Ramp & Collapse Cells“ (R&C-Zellen). Diese Zellen zeigen eine ansteigende Aktivität während der Belohnungserwartung, die kurz vor Entscheidungspunkten abrupt abfällt und somit das Maß der Entscheidungssicherheit widerspiegelt. Während einer Two-Alternative-Forced-Choice-Aufgabe (2AFC) wurde die neuronale Aktivität von Ratten mit Silizium-Sonden aufgezeichnet, gefolgt von antidromen Optotagging, wodurch die räumliche Verteilung optotaggter Zellen, einschließlich der Ramp-&-Collapse-Zellen, sowie ihre Projektionen zum Nucleus reticularis thalami (TRN), Colliculus superior (SC) und Nucleus pontis (PN) sichtbar gemacht wurden. Auf dieser Grundlage konnten die ersten Knotenpunkte des Entscheidungs-Entscheidungssicherheit-Netzwerks skizziert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass R&C-Zellen, die Entscheidungssicherheit widerspiegeln, eine klar definierte anatomische und räumliche Spezifität besitzen. Zukünftige Studien sollten darauf abzielen, das vollständige Netzwerk der Entscheidungssicherheit zu kartieren.
Charissa-Maree Murphy (Wed,) studied this question.